Ging viral: Schöpferin von "restauriertem" Jesus-Gemälde ist tot

Es war ein Internet-Hype, der lange Zeit für Lacher sorgte - und der vielen Menschen auch nach der für digitale Verhältnisse ewigen Zeitspanne von 13 Jahren noch in Erinnerung ist: Die spanische Pensionistin und Hobbymalerin Cecilia Giménez hatte 2012 ein Christusgemälde in ihrer Kirche nach vermutlich bestem Wissen und Gewissen "restauriert" - und damit eine Ikone der etwas anderen Art gestaltet. Nun ist die Bürgerin der Gemeinde Borja in der spanischen Provinz Saragossa verstorben. Am 23. Jänner wäre sie 95 Jahre alt geworden, wie aus einem Statement des Bürgermeisters Eduardo Arilla hervorgeht. "Beast Jesus", "Monkey Christ" oder "Ecce Monchichi" waren einige der Kommentare, mit denen die Verschlimmbesserung des Andachtsbildes in der Folge im Netz, das bekanntlich nicht vergisst, bedacht wurde. APA/AFP/CENTRO DE ESTUDIOS BORJANOS/- Der übermalte Jesuskopf wurde in zahllosen Netzpostings weiterverarbeitet - und wurde so zu unversehens zu einer Trägerrakete für die aufkeimende Meme-Kultur. Giménez' Heimatgemeinde Borja in der Provinz Saragossa erfuhr nach dem globalen Hype einen Touristenansturm, 2016 wurde ein eigenes Besucherzentrum eröffnet , um dem Ansturm Herr zu werden. Auch andere Museen und Sehenswürdigkeiten profitierten davon - ein Umstand, der Giménez nach der anfänglichen Peinlichkeit durchaus auch mit Stolz eröffnete. Die Hobbykünstlerin verkaufte in der Folge auch einige ihrer eigenen Werke - via eBay. Bürgermeister Eduardo Arilla würdigte Giménez als "starke Frau und selbstlose Mutter". "Die Welt kannte sie durch diese chamante Anekdote - aber wir wussten schon vorher, was für eine großartige Person sie war", heißt es in seinem Statement. Als solche werde man sie auch in Erinnerung behalten.