Lüge bei Notruf: Mann (77) schießt sich selbst ins Bein

Ein 77-jähriger Mann aus Wien-Floridsdorf hat sich in der Silvesternacht offenbar selbst ins Bein geschossen und anschließend versucht, den Vorfall zu vertuschen. Laut Polizeibericht soll der Mann am 1. Januar gegen 11:45 Uhr in seiner Wohnung im 21. Bezirk mit einer Schusswaffe hantiert haben, als sich mutmaßlich ein Schuss löste. Dabei erlitt er einen Durchschuss am linken Bein. Verspäteter Notruf mit falschen Angaben Der Verletzte soll die Wunde zunächst selbst notdürftig versorgt haben. Erst am darauffolgenden Tag wählte er den Notruf. Gegenüber den eingetroffenen Rettungskräften gab er an, durch einen Böller verletzt worden zu sein, während er das Silvesterfeuerwerk vor seinem Wohnhaus beobachtet habe. Die behandelnden Ärzte im Krankenhaus schöpften jedoch aufgrund der Art der Verletzung Verdacht und verständigten die Polizei. Illegale Waffen sichergestellt Beamte des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Nord, übernahmen daraufhin die Ermittlungen und durchsuchten die Wohnung des 77-Jährigen. Dabei sollen zwei mutmaßlich nicht registrierte Schusswaffen vorgefunden und sichergestellt worden sein. Der Mann wurde nach den Bestimmungen des Waffengesetzes angezeigt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und der Herkunft der Waffen dauern an.