Verbrennungen gehören zu den schwersten Verletzungen überhaupt. Entscheidend sind Tiefe, Ausdehnung und betroffene Körperstellen. Diese vier Schweregrade unterscheiden Medizinerinnen und Mediziner: Verbrennungen ersten Grades: Nur die oberste Hautschicht ist betroffen. Die Haut ist gerötet, es brennt und schmerzt. Blasen entstehen nicht. Typisches Beispiel ist ein Sonnenbrand. Lebensgefahr besteht normalerweise nicht - außer bei sehr großer Fläche oder bei sehr kleinen oder sehr alten Menschen. Verbrennungen zweiten Grades: Hier sind Oberhaut und Teile der Lederhaut betroffen. Typisch sind starke Schmerzen, feucht glänzende Haut und Blasen. Oberflächliche Verbrennungen können ohne Narben heilen, tiefere brauchen häufig Hauttransplantationen. Lebensgefahr ist möglich, vor allem bei großer Fläche oder wenn Gesicht, Hände, Füße oder Genitalien betroffen sind sowie bei Kindern und älteren Menschen. Verbrennungen dritten Grades: Die gesamte Hautschicht ist zerstört. Die Haut wirkt weiß, braun oder schwarz und lederartig. Wegen zerstörter Nerven sind die Schmerzen oft gering. Diese Verbrennungen sind immer ein medizinischer Notfall mit Operationen und Intensivbehandlung. Die Lebensgefahr ist hoch. Verbrennungen vierten Grades: Die Schäden reichen über die Haut hinaus bis in Muskeln, Sehnen oder Knochen. Es kommt zu verkohltem Gewebe und massiver Gewebezerstörung. Die Lebensgefahr ist sehr hoch und akut. Betroffene Körperoberfläche: Auch die verbrannte Körperoberfläche ist einer der entscheidenden Faktoren für die Überlebenschance eines Brandopfers. Ab einer bestimmten Fläche kann der Körper den massiven Flüssigkeitsverlust und die Entzündungsreaktionen nicht mehr kompensieren. Das Ausmaß einer Verbrennung wird als Prozentsatz der gesamten Körperoberfläche angegeben. Eine Verbrennung gilt als lebensgefährlich, wenn sie bei Erwachsenen mehr als 15 Prozent und bei Kindern bereits ab etwa fünf bis zehn Prozent der Körperoberfläche betrifft. Dank moderner Intensivmedizin werden heute jedoch selbst Verbrennungen von über 50 Prozent der Körperoberfläche häufig überlebt.