Testament in Österreich – Erbrecht rechtssicher regeln Ein Testament ist die klassische Form der Nachlassplanung. Es legt fest, wer nach dem Tod was erhält, und erlaubt eine sehr individuelle Gestaltung: Ob Ehepartner, Kinder, Stiefkinder, Lebensgefährten oder auch gemeinnützige Organisationen, der Nachlass kann nach den eigenen Vorstellungen verteilt werden. Ein großer Vorteil ist die Flexibilität. Ein Testament kann jederzeit geändert oder widerrufen werden, etwa wenn sich die familiäre Situation verändert, ein Kind hinzukommt oder ein Vermögenswert verkauft wird. Die Wanderer Rechtsanwalts KG betont jedoch, dass gerade beim Testament formale Anforderungen entscheidend sind. Schon kleine Fehler – etwa bei handschriftlichen Testamenten oder unklaren Formulierungen – können später zu Streit führen oder das Dokument sogar unwirksam machen. Wer hier professionelle Unterstützung in Anspruch nimmt, sorgt für klare Verhältnisse und reduziert das Risiko, dass die eigenen Wünsche im Verlassenschaftsverfahren anders ausgelegt werden. Schenkung zu Lebzeiten – Vermögen übertragen und Vorsorge treffen Bei einer Schenkung wird Vermögen bereits zu Lebzeiten ganz oder teilweise übertragen. Das kann helfen, frühzeitig Verantwortung zu übergeben, etwa bei Immobilien, einem Familienbetrieb oder größeren Geldbeträgen. Viele Menschen möchten erleben, dass ihre Kinder oder Enkel durch die Übergabe schon jetzt abgesichert sind. Gleichzeitig lässt sich eine Schenkung so gestalten, dass der Schenkende nicht „mit leeren Händen“ dasteht. Mag. Christian Wanderer von der Wanderer Rechtsanwalts KG verweist darauf, dass bei Schenkungen in Österreich häufig zusätzliche Vereinbarungen sinnvoll sind: zum Beispiel ein lebenslanges Wohnrecht in der übergebenen Immobilie , ein Fruchtgenussrecht oder klare Rückforderungsregelungen für den Fall, dass sich Lebensumstände stark ändern. Gerade bei Liegenschaften oder Unternehmen ist das ein praxisnaher Weg, um Sicherheit zu schaffen und Konflikte in der nächsten Generation zu vermeiden. Pflichtteil, Patchwork und Anfechtung – typische Risiken im Nachlass Ob Testament oder Schenkung: Das Pflichtteilsrecht setzt Grenzen. In Österreich haben enge Angehörige – vor allem Kinder und Ehepartner – grundsätzlich Anspruch auf einen Pflichtteil. Viele unterschätzen, dass Schenkungen unter Umständen später „mitgerechnet“ werden können, wenn Pflichtteilsansprüche geltend gemacht werden. Auch Testamente sind nicht automatisch unangreifbar, etwa wenn Zweifel an der Testierfähigkeit bestehen oder sich benachteiligte Angehörige übergangen fühlen. Die Wanderer Rechtsanwalts KG sieht besonders in Patchwork-Familien oder bei größeren Vermögen einen erhöhten Beratungsbedarf. Wenn etwa ein Teil der Familie zu Lebzeiten bedacht wird und ein anderer erst im Testament, kann das ohne klare rechtliche Struktur rasch zu Unfrieden führen. Eine saubere Planung sorgt dafür, dass das Vermögen nicht zum Auslöser langwieriger Verlassenschaftsverfahren wird, sondern das erfüllt, wofür es gedacht war: Sicherheit für die Familie. Neujahr als Anlass für Nachlassplanung und Erbrechtsberatung Viele schieben das Thema Erbe lange vor sich her. Doch gerade im neuen Jahr nehmen sich Menschen häufig vor, Dinge zu regeln, die sonst im Alltag untergehen. Wer jetzt seine Unterlagen ordnet, stellt oft fest: Es fehlt ein Testament, eine Schenkung wurde nie sauber dokumentiert oder wichtige Fragen sind offen. Das kann später teuer werden, emotional wie finanziell. Mag. Christian Wanderer empfiehlt, den Jahresbeginn als ruhigen Zeitpunkt zu nutzen, um die eigene Situation einmal nüchtern anzusehen. Welche Vermögenswerte gibt es? Wer soll wovon profitieren? Gibt es Pflichtteilsberechtigte? Und welche Lösung passt zu den eigenen Lebensumständen, heute und in zehn Jahren? Eine Erbrechtsberatung hilft, diese Fragen realistisch zu klären und eine tragfähige Entscheidung zu treffen. Testament oder Schenkung? Oft zählt die Kombination Ein Testament sorgt für klare Regeln nach dem Tod, eine Schenkung ermöglicht frühzeitige Übergaben und konkrete Vorsorge zu Lebzeiten. Was besser passt, hängt von Familie, Vermögensart und Zielen ab – und häufig ist es eine Kombination aus beidem, die den besten Weg bietet. Die Wanderer Rechtsanwalts KG unterstützt dabei, eine Lösung zu finden, die rechtlich hält, menschlich fair ist und den Familienfrieden im Blick behält.