Vor 20 Jahren erschien das „Schwarzbuch Lidl“, das katastrophale Bedingungen bei Europas größter Discounterkette offenbarte. Einiges hat sich seither verbessert – solange Mitarbeiter die Füße stillhalten Marius Webers Gelenke schmerzen, der Stress macht ihm zu schaffen. „Nach über 20 Jahren bei Lidl bin ich Kummer gewohnt“, sagt der 44-Jährige. Er arbeitet in einem Lager der größten Discounterkette Europas. Sein echter Name sowie Details zu dem Lager, in dem er arbeitet, sollen in diesem Text nicht vorkommen. Zu groß die Gefahr, dass er seinen Arbeitsplatz verliere, meint Weber. Am Telefon berichtet er dem Freitag von körperlicher Belastung, strikter Kontrolle und systematischer Einschränkung von Betriebsratsarbeit. „Lidl macht seine Mitarbeiter kaputt.“ Weber gehört zu den wenigen innerhalb des Unternehmens, die sich trauen, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Wie Kaufland gehört auch Lidl zur Schwarz-Gruppe. Mit rund 12.600 Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .