Statt eines Bescheids hat Niederösterreichs Behörde für Umwelt- und Anlagenrecht für das geplante Metall-Recyclingwerk in Greinsfurth bei Amstetten eine zweite öffentliche Verhandlung angekündigt. Anrainer , die Bürgerinitiative Entscheide Mit (BI) und die Stadt Amstetten haben auch die behördlich verlangten Nachbesserungen für die Anlage mit Einwendungen eingedeckt, die jetzt mündlich abgehandelt werden sollen. Überraschung und Schock Nach der ersten Verhandlung im Juni des Vorjahres zeigten sich Umweltschützer und Anrainer von der Dimension des Projekts der Loosdorfer Firma Besta-Holding-GmbH überrascht und geschockt. Privat/Plan Besta Bestal will Firmenanlage im Betriebsgebiet Greinsfurth errichten. Auf Hunderte Einwendungen Privater, aber auch seitens der Stadt Amstetten reagierte die Behörde mit der Aufforderung, das Projekt auf einem 18.000 Quadratmeter großen Betriebsareal in der Forstheide zu verbessern. Veränderungen Daraus hätten sich so starke Veränderungen ergeben, "dass wir uns entschieden haben, eine neuerliche mündliche Verhandlung anzusetzen“, berichtete der Leiter der Abteilung Umwelt- und Anlagenrecht, Leopold Schalhas . Das geschehe auch, um keine Formalfehler zu riskieren und Rechtssicherheit zu haben. Kein Termin fixiert Wie die erste Verhandlung könnte auch der Folgetermin wieder im Rathaussaal in Amstetten angesetzt werden. Das Verfahren nach dem Abfallwirtschaftsgesetz sei für alle Parteien offen, wobei das Gesamtkonzept für den Schrottplatz, mit Schrottschere, Lagerstätten und einem Bahnanschluss wieder zur Verhandlung kommen, so Schalhas. Vorerst seien weder Ort noch Termin fixiert. "Es wird sicher nicht im Jänner sein, wie das in Gerüchten verbreitet wird“, sagte Schalhas. Vorerst müssten die Amtssachverständigen die neuen Unterlagen noch bearbeiten. Projektgegner sehen in der neuen mündlichen Verhandlungsrunde zwar einen Teilerfolg, bleiben aber bei der grundsätzlichen Ablehnung. Gefahrenpotenzial "Das Gefahrenpotenzial, vor allem bei Bränden in solchen Metallsammellagern, ist für den Grundwassersee darunter und die Anrainer sehr groß“, sagt Peter Rausch , der BI „Entscheide Mit“. Grundsätzlich bleibe die BI bei ihrer Forderung nach einem UVP-Verfahren . Die von Besta angegebenen Kapazitäten sollen nur geringfügig unter der UVP-pflichtigen Grenze von 100 Tagentonnen liegen, ist man bei der BI skeptisch. Atzenhofer Wolfgang Peter Rausch, Sprecher der BI Entscheide Mit. Aktuell versuche man eine Argumentationslinie mit der Stadtgemeinde Amstetten zu finden, so Rausch. Ein Gesprächstermin mit Bürgermeister Christian Haberhauer steht an. Bei der neuen Verhandlung wolle man mit Unterstützung eines Anwalts teilnehmen, so Rausch.