Marco Schwarz vor dem Madonna-Slalom: "Habe gute Tage gehabt"

Madonna di Campiglio , Adelboden , Wengen , Kitzbühel , Schladming . In Madonna startet am Mittwoch unter Flutlicht der Monat der Ski-Klassiker. Das ÖSV-Team wartet vor dem Slalom auf der "Canalone Miramonti" noch auf den ersten Torlauf-Podestplatz des Winters. Marco Schwarz will nach seinen vorweihnachtlichen Siegen im Riesentorlauf und Super-G bei der Rückkehr ins Nachbarland auch in seiner einstigen Paradedisziplin dick anschreiben, Manuel Feller sucht im neuen Jahr den Weg aus seiner Formkrise. In den bisherigen Slaloms gab es kein einziges Top-Fünf-Ergebnis für die Österreicher und vier verschiedene Sieger auf großteils bunt gemischten Podien. Unmittelbar vor Weihnachten gewannen in Val d'Isere Timon Haugan und in Alta Badia sein norwegischer Landsmann Atle Lie McGrath . Titelverteidiger in Madonna ist der Bulgare Albert Popow, in der Saison davor jubelte im italienischen Skiort Schwarz über seinen dritten und bisher letzten Slalomsieg. Wenige Tage später zog sich der Kärntner im Dezember 2023 in Bormio eine schwere Knieverletzung zu und erlitt später auf dem Weg zurück auch noch einen Bandscheibenvorfall. Schwarz will auch im Slalom wieder ganz vorne sein Mittlerweile ist Schwarz aber wieder bei alter Stärke und nach seinen Triumphen in Alta Badia (RTL) und Livigno (Super-G) mit Riesenabstand zu Marco Odermatt sogar Zweiter im Gesamtweltcup. Im Slalom klappte es bisher aber noch nicht nach Wunsch, ein achter Platz in Val d'Isere ist sein bisher bestes Saisonresultat, in Alta Badia schied er aus. Nach einem erfolgreichen Trainingsblock zu Jahresbeginn ist der 30-Jährige aber zuversichtlich. "Ich habe drei sehr gute Tage auf der Reiteralm gehabt. Jetzt freue ich mich auf den intensiven Renn-Jänner, ich bin gut vorbereitet. Es ist im Slalom ein guter Schritt weitergegangen, ich fühle mich relativ wohl", sagte Schwarz. Seine guten Erinnerungen an Madonna sollen zusätzlich helfen. "Ich habe dort schon einige Podeste feiern können, der Hang taugt mir", so der ehemalige WM-Dritte. Findet Feller den Weg aus der Krise? Der frühere Slalomweltcupgewinner Feller ist in der Olympiasaison noch nicht auf Touren gekommen. Das unter anderem in Kitzbühel bestrittene Training in der zweiwöchigen Pause soll in Madonna erste Früchte tragen. "Ich erwarte mir auf jeden Fall eine Steigerung auf das, was ich bis jetzt gezeigt habe", sagte der zuletzt in Alta Badia als bester Österreicher elftplatzierte Routinier. Der Hang in Madonna sei mit einigen Wellen, einer Schrägfahrt und dem Steilhang einigermaßen anspruchsvoll, aber nicht besonders lang. "Es ist hier immer sehr, sehr eng, deshalb heißt es, gescheit zu attackieren. Das Zäheste ist, dass der Hang relativ kurz ist und man von oben bis unten nichts herschenken darf, damit man im Geschäft dabei ist." Marcel Hirscher ist noch nicht bereit Zum Wiedersehen mit dem ehemaligen ÖSV-Kollegen Marcel Hirscher wird es am Schauplatz des Drohnen-Absturzes vom Dezember 2015 nicht kommen. Der für die Niederlande startende Salzburger will nach seinem Kreuzbandriss aber möglichst bald im Jänner wieder ins Geschehen eingreifen.