NÖ: Skigebiete jubeln über Andrang in den Weihnachtsferien

Über eine sehr positive Bilanz darf man sich in Niederösterreichs Skigebieten zu den abgelaufenen Weihnachtsferien freuen. In Summe wurden nämlich dort rund 190.000 Besuche verzeichnet. Ein verbessertes Pistenangebot, das in der zweiten Weihnachtswoche durch die kältere Witterung möglich wurde, machte die Wintersportorte für die Hobbysportler interessant. Von der Gesamtgästezahl entfielen 126.000 Wintersportler auf Regionen der landeseigenen ecoplus Alpin GmbH. „Im Durchschnitt zu den drei Vorwintern entspricht das einer Steigerung von rund 30 Prozent“, resümierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Die Weihnachtsferien seien ein fantastischer Start in den Skiwinter gewesen, sagte sie. Zahlreiche Vereinsskikurse konnten stattfinden. Der NÖ Bergerlebnispass , die gemeinsame Saisonkarte von zehn Skigebieten, wurde durchschnittlich bereits vier Mal genutzt, so Mikl-Leitner. Rekordbesuch Die gute Wetter- und Schneelage sorgte vor allem in der zweiten Ferienwoche teilweise für Rekordbesuch. An den fünf Standorten der ecoplus Alpin - den Hochkar Bergbahnen, den Annaberger Liften, der Erlebnisalm Mönichkirchen, den Ötscherliften Lackenhof und der Wexl Arena St. Corona am Wechsel - wurden am vergangenen Samstag und Sonntag insgesamt jeweils rund 14.000 Ersteintritte gezählt. Ein Drittel davon ging auf das Konto des Hochkars. Annabergr Lifte Nächtliche Beschneiung am Annaberg. „Uns hilft sehr, dass die überwiegende Mehrheit der Gäste vorab online bucht und wir zwischenzeitlich Erfahrung mit den notwendigen Kontingenten für Saisonkarten haben“, betonte Markus Redl , Geschäftsführer der ecoplus Alpin GmbH. Tageskassen nicht billig Jene, die ihre Karten nicht per Onlinebuchung erstehen, sondern mit Kindern zur Tageskassa kommen, werden dagegen häufig von hohen Preisen überrascht. Ein Preisbeispiel: 106 Euro zahlte etwa eine Mutter mit ihrem sechsjährigen Sohn am Morgen des Neujahrstags für zwei Vierstundenkarten. Die Chipkarte hatte sie bereits. „Wie dieser Preis zustande kommt, ist mir nicht klar“, so die Mostviertlerin gegenüber dem KURIER. Mit Kindern, die noch im Anfängerstadium seien, müsste man auch auf das tagesaktuelle Wetter Rücksicht nehmen und könne nicht schon Wochen im Voraus buchen. Doch dafür werde man massiv zur Kasse gebeten, klagte die Mutter. Die Kartenpreise seien online völlig transparent, wer selbst am Anreisetag noch vorher online bucht spart sich zumindest 15 Prozent, erklärte Markus Redl dazu. Weitere Saison "Die meisten unserer Skigebiete haben noch zwei Drittel der geplanten Wintersaison vor sich, bei den Hochkar Bergbahnen mit Saisonende am 6. April 2026 sogar beinahe drei Viertel. Aber unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben – trotz sehr wenig Naturschnee – die bestmögliche Grundbeschneiung hergestellt und das Pistenangebot in der zweiten Weihnachtswoche damit deutlich erweitert“, berichtete Redl weiters. Seit Saisonbeginn Ende November 2025 wurden im Bereich der ecoplus Alpin GmbH bis 6. Jänner 2026 rund 173.000 Ersteintritte („Skier Days“) gezählt. 47.000 davon bereits vor den Weihnachtsferien. Meistbesucht waren die Hochkar Bergbahnen sowie der Semmering Hirschenkogel, wo es auch das schon traditionelle Rodel- und Nachtangebot gab. Zufrieden zeigen sich auch die kleinen Skigebiete. „Die Skiarena Jauerling und das ,Schidorf Kirchbach’ waren praktisch jeden Tag und jeden Abend voll ausgelastet, die Arralifte Harmanschlag und das Skigebiet am Feistritzsattel ebenfalls sehr gut besucht“, berichtete NÖ Seilbahnensprecher Michael Reichl . Familienskigebiete wie Puchberg am Schneeberg, am Königsberg bei Hollenstein , sowie am Maiszinken bei Lunz oder am Turmkogel bei Puchenstuben waren freudig genutzte Wintersport-Destinationen.