Aufregung in USA: ICE-Beamter soll Frau von bekanntem Aktivisten erschossen haben

Ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde hat nach offiziellen Angaben am ⁠Mittwoch in Minnesota eine Person erschossen. Der Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE habe in der Stadt Minneapolis das Feuer eröffnet, nachdem ein "gewalttätiger Randalierer" versucht habe, Beamte zu überfahren, schrieb eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums auf der Plattform X. Die New York Times berichtete unter Berufung auf das Büro der demokratischen Senatorin Tina Smith, bei dem Todesopfer handle es sich um die Ehefrau eines prominenten Aktivisten. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Tathergang zunächst nicht unabhängig bestätigen. Am Ort des Geschehens war ein dunkles SUV zu sehen, das gegen einen Mast geprallt war. Es wies ein Einschussloch in der Windschutzscheibe und Blutspritzer auf der Kopfstütze auf. Proteste wurden ausgelöst Der Vorfall löste umgehend Proteste aus. Dabei ⁠standen sich Demonstranten und zum Teil schwer bewaffnete Bundesbeamte gegenüber, die Reizgas einsetzten. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, machte die Regierung in Washington für die zunehmenden Spannungen verantwortlich. "Die Anwesenheit von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde stiftet Chaos in unserer Stadt", schrieb der Demokrat auf X. "Wir fordern, dass die ICE die Stadt sofort verlässt." Präsident Donald Trump hat im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde in von Demokraten geführte Städte in den gesamten USA entsandt. Dies hat zu Protesten und Zwischenfällen geführt. In den vergangenen ⁠Wochen wurden auch ICE-Beamte nach Minneapolis geschickt. Hintergrund sind Betrugsvorwürfe gegen somalische Einwanderer, die der Republikaner Trump als "Müll" bezeichnet hatte.