Die Goldene Palme hat der iranische Regisseur Jafar Panahi mit „Ein einfacher Unfall“ schon gewonnen, nun geht er mit seinem Film über Menschlichkeit und Rache auf Oscar-Kampagne – trotzt drohender Haft und Berufsverbot im eigenen Land Bei der ersten Szene wird man eventuell etwas ungeduldig. Wer sind diese Figuren, die da in einem Auto sitzen und nur Banales von sich geben? Das soll der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes sein? Vom gepriesenen iranischen Regisseur Jafar Panahi, einem der mutigsten Vertreter seiner Zunft, den weder Haft noch Berufsverbot vom Filmemachen abhalten können? Erst im Dezember ist Panahi erneut zu einem Jahr Haft und einem zweijährigen Ausreiseverbot verurteilt worden, allerdings in Abwesenheit, befindet er sich doch auf „Publicity Tour“ mit eben diesem Film, Ein einfacher Unfall , der Frankreichs Oscar-Vorschlag für den besten Internationalen Film ist. Wie gesagt, bei so viel politischer Aufladung erwartet man etwas anderes als das: ein Ehepaar auf der Heimfahrt ü Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .