Im Jemen ist der Anführer der Separatisten im Süden des Landes offenbar mit Hilfe der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus dem Land geflohen. Aidarous Al-Zubaidi sei über Umwege nach Abu Dhabi gelangt, teilte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition im Jemen am Donnerstag mit. Vorfall verschärft Konflikt Er hätte am Mittwoch zu Krisengesprächen in der saudischen Hauptstadt Riad erscheinen sollen. Der Vorfall verschärft den Konflikt zwischen den beiden mächtigsten Staaten am Persischen Golf. Im Jemen herrscht seit 2014 Bürgerkrieg. Lange Zeit waren Saudi-Arabien und die VAE mit den von ihnen unterstützten Gruppen Bündnispartner im Kampf gegen die islamistischen Huthi-Rebellen, die weite Teile im Norden und Westen kontrollieren und vom Iran unterstützt werden. Doch im vergangenen Monat kam es zum Bruch. Der von al-Zubaidi geführte Südliche Übergangsrat (STC), der die Abspaltung des Südjemen anstrebt, eroberte dort weite Gebiete. Die VAE hatten zuletzt nach einem Ultimatum Saudi-Arabiens angekündigt, ihre verbliebenen Truppen aus dem Land abzuziehen. Der Koalition zufolge floh al-Zubaidi zunächst per Boot aus dem Jemen, bevor er von Somaliland aus ein Flugzeug nach Mogadischu bestieg. Von dort sei er unter Aufsicht von Offizieren der Emirate nach Abu Dhabi in den Emiraten weitergeflogen. Die Separatisten erklärten ihrerseits, al-Zubaidi sei unter Androhung von Gewalt aufgefordert worden, nach Saudi-Arabien zu reisen. Stellungnahmen der VAE oder des STC lagen zunächst nicht vor.