Proteste im Iran halten an: Streiks in kurdischen Gebieten

Aus Solidarität mit den landesweiten Protesten im Iran sind zahlreiche Händler in den kurdischen Regionen in den Streik getreten. Händler schlossen am Donnerstag unter anderem in den Städten Saqqez , Urmia , Mahabad und Sanandaj ihre Läden, wie die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete. Am Mittwoch hatten Aktivisten aus Solidarität mit den Protesten zu einem Generalstreik aufgerufen. Auch das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA berichtete über Streiks in den kurdischen Städten Sanandaj und Marivan. Die Aktivisten verbreiteten Videos, in denen viele geschlossene Läden an Hauptstraßen zu sehen waren. Seit Ausbruch der Proteste im Iran vor fast zwei Wochen geht der Staat vor allem in den ländlichen Regionen im Landeswesten mit Gewalt gegen die Aufstände vor. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kamen inzwischen mindestens 38 Menschen ums Leben, wie HRANA berichtete. Unter ihnen seien auch vier Sicherheitskräfte. Mehr als 2.200 Menschen seien festgenommen worden. Am Mittwoch verzeichnete das Aktivistennetzwerk Proteste in 37 Städten und 24 der insgesamt 31 Provinzen.