Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Ende Oktober ein 16-jähriges Mädchen tot in einem Hotelzimmer nahe der Wiener Stadthalle gefunden worden. Die Ermittlungen seien laut Polizei noch nicht abgeschlossen, berichtete der ORF. Nach derzeitigen Ermittlungsstand geht die Landespolizeidirektion Wien nicht von einem Fremdverschulden aus. Als Todesursache gilt derzeit eine Suchtmittelüberdosis , die genauen Umstände sind jedoch weiterhin Teil der Ermittlungen, bestätigte die Polizei auf Anfrage des KURIER. Sexuelle Handlungen nicht ausgeschlossen Derzeit wird geprüft, ob die türkischstämmige 16-Jährige alleine in dem Hotelzimmer war. Unklar ist zudem, ob es neben dem Drogenkonsum auch zu sexuellen Handlungen gekommen ist. Laut Polizei wurden Spuren gesichert, deren Auswertung noch andauere. Laut ORF wohnte das Mädchen in einer Wohngemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe Wien . Sie soll aber am Abend des 29. Oktobers in ein Hotelzimmer im 15. Wiener Bezirk eingecheckt und am nächsten Morgen tot aufgefunden worden sein. Gleichzeitig ermittelt die Polizei im Suchtgiftmilieu im Bezirk Brigittenau . Im Zusammenhang mit dem Fall der 16-Jährigen wurden Äußerungen zum dortigen Suchtmittelhandel und mögliche zusammenhängende Sexualdelikte getätigt. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Polizei derzeit keine weiteren Details preis. Steigende Zahlen unter Minderjährigen Der Vorfall ist einer von insgesamt sieben unter 18-Jährigen in Wien, die 2025 infolge von Drogenkonsum starben und unter Obhut der Kinder- und Jugendhilfe waren. Wie viele Drogentote es insgesamt im Vorjahr unter Minderjährigen gab, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht aber, dass die Wiener Berufsrettung einen deutlichen Anstieg an Einsätzen mit Verdacht auf Drogenvergiftungen bei Minderjährigen verzeichnete: 2025 waren es 372, im Jahr davor 297.