Dreivierteltakt lässt die Kassen klingeln

Von Moritz Bach Die Ballsaison ist eröffnet. Am Samstag findet der Tirolerball im Wiener Rathaus und der WU-Ball in der Hofburg statt. Für den österreichischen Handel sind die Tanzveranstaltungen ein wichtiger Impulsgeber. Laut einer aktuellen  Umfrage, die der Handelsverband (HV) in Auftrag gegeben hat, steht mindestens ein Ballbesuch bei 17 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher auf dem Jahresplan. „Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit regionaler Breitenwirkung“, betont Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Fast jede bzw. jeder Zweite plant im Vorfeld gezielte Einkäufe. Dafür werden im Durchschnitt 201 Euro ausgegeben – da einige wenige Ballgäste hohe Summen in Ballroben investieren und so den Durchschnitt nach oben treiben. Der typische Ausgabenwert (Median) liegt bei 100 Euro, der ein realistischeres Bild der breiten Masse abbildet. Dazu kommen Kosten für Anreise, Tickets und Konsumation. Insgesamt dürften damit mehrere Hundert Euro für eine Ballnacht anfallen. Im Bundesländervergleich führen die Steiermark und Kärnten bei den geplanten Ballbesuchen (19 Prozent). Dahinter folgen Oberösterreich, Salzburg und Wien (17 Prozent). Niederösterreich und das Burgenland bilden mit 14 Prozent das Schlusslicht. Generation Wal(Z)er Die Gen Z ist ballverliebt. Mindestens 41 Prozent wollen einen Ball besuchen. Die Millennials (29 bis 43 Jahre) und die Generation X (44 bis 59 Jahre) sind mit 16 und 14 Prozent deutlich weniger interessiert. Die Babyboomer dürften am seltensten am Tanzparkett zu finden sein. Lediglich sechs Prozent planen einen Ballbesuch.