Sechsstelliger Schaden: Gemeinde in OÖ suspendierte Amtsleiter

Neues Jahr, alte Lasten: Der Amtsleiter einer Gemeinde im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck soll mit gefälschten Rechnungen und der missbräuchlichen Verwendung von Gemeindegeldern einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursacht haben. Bürgermeister Günther Pfarl (ÖVP) hat daraufhin den Mitarbeiter suspendiert und Anzeige bei der Landespolizeidirektion Linz erstattet, informierte er am Sonntag in einer Aussendung. "Für mich ist eine Welt zusammengebrochen", sagte der Ortschef gegenüber der APA . Aufgefallen sei die Sache am Mittwoch dieser Woche: Im Zuge interner Prüfungen habe sich der " Verdacht auf Rechnungsfälschung und die missbräuchliche Verwendung von Gemeindemitteln durch den Amtsleiter" erhärtet, heißt es in der Aussendung. Ob der entstandene Schaden im oberen oder im unteren sechsstelligen Bereich liegt, wollte Bürgermeister Pfarl nicht sagen. Der Verdächtige habe gegenüber der Gemeinde die Taten zugegeben und zugesagt, bei der vollständigen Aufklärung mithelfen zu wollen. "Menschlich enttäuscht" "Wir werden unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen. Der Schutz des Gemeindevermögens und eine lückenlose Aufklärung haben oberste Priorität. Dieser Fall stellt einen schweren Vertrauensbruch gegenüber der Gemeinde dar, sagte der Bürgermeister. "Ich bin persönlich und menschlich enttäuscht." Er hätte es nie für möglich gehalten, dass ihn in seiner Zeit als Bürgermeister so ein Vorfall treffen könnte. Parallel dazu überprüft die Gemeinde laut Ortschef nun ihre internen Kontrollmechanismen und wird Maßnahmen setzen, um künftig derartige Vorfälle bestmöglich zu verhindern. "Die Gemeinde hat damit alle rechtlich vorgesehenen Schritte ausgeschöpft."