Mit Beginn des Jahres 2026 wurde in Mattersburg das neue Burgenländische Zentrum für Landeskunde eingerichtet. Es vereint das Landesarchiv und die Landesbibliothek mit einer neu geschaffenen landeskundlichen Forschungsstelle unter einem Dach. Damit sollen wissenschaftliche Arbeit, historische Aufbereitung und regionale Vernetzung enger miteinander verbunden werden. „Mit der Neuaufstellung haben wir klare Strukturen geschaffen und stärken die landeskundliche Forschung im Land“, erklärte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) in einer Aussendung. Ziel sei es, die burgenländische Geschichte sichtbarer zu machen, ihre Erforschung zu fördern und den Zugang zu Quellen zu erleichtern. Neue Gliederung Das neue Zentrum ist Teil einer organisatorischen Neuausrichtung : Bildungs- und Kulturagenden wurden aus dem Amt der Landesregierung ausgegliedert und in die Bildungsdirektion sowie die Kultur-Betriebe Burgenland überführt. Die Kernaufgaben der Landeskunde bleiben dadurch in einer eigenen Einheit gebündelt. Mattersburg biete laut Doskozil einen zentralen Standort mit guter Erreichbarkeit. Das Landesarchiv bleibt zusätzlich auch in Eisenstadt präsent und dient dort weiterhin als Aktenregistratur für die Abteilungen des Landes. Die Landesbibliothek mit ihrem Schwerpunkt auf burgenländischer Literatur wurde zu einer Service- und Förderstelle für regionale Bibliotheken im Burgenland ausgebaut. Die neue Forschungsstelle wird künftig nicht nur wissenschaftlich arbeiten, sondern auch Publikationen herausgeben, Vorträge und Tagungen organisieren sowie Förderprogramme für Hochschulschriften und die Kriegsgräberfürsorge koordinieren. Damit entsteht in Mattersburg ein landesweit einzigartiges Zentrum, das die burgenländische Geschichte künftig systematisch erforschen, bewahren und vermitteln soll.