Golden Globes: Das sind die Gewinner

US-Regisseur Paul Thomas Anderson hat mit dem Politthriller "One Battle After Another" den Golden Globe in der Sparte "Beste Regie" gewonnen. Der Film "Hamnet" von Regisseurin Chloé Zhao über die Shakespeare-Familie gewann den Golden Globe als bestes Filmdram. "One Battle After Another" holte ebenso den Golden Globe in der Sparte "Komödie/Musical". Das Drama "Hamnet" setzte sich unter anderem gegen "Frankenstein", "Ein einfacher Unfall" und "Sentimental Value" durch. Mit dem Film "One Battle After Another" waren unter anderem "Bugonia" und "Marty Supreme" im Rennen. Für den Regie-Globe nominiert waren auch der US-Amerikaner Ryan Coogler ("Blood & Sinners"), der Mexikaner Guillermo del Toro ("Frankenstein"), der Iraner Jafar Panahi ("Ein einfacher Unfall"), der Norweger Joachim Trier ("Sentimental Value") und die gebürtige Chinesin Chloé Zhao ("Hamnet"). Timothée Chalamet und Rosa Byrne ausgezeichnet Timothée Chalamet gewann indes mit seiner fünften Golden-Globe-Nominierung zum ersten Mal die begehrte Trophäe. Der 30-Jährige erhielt den Preis in der Sparte bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle als ambitionierter Tischtennisspieler in der Tragikomödie "Marty Supreme". Sein Vater habe ihm beigebracht, immer dankbar zu sein, für das, was man habe, sagte Chalamet in seiner Dankesrede. Das habe ihm in der Vergangenheit dabei geholfen, wenn er bei Preisverleihungen leer ausgegangen war. Umso "süßer" sei nun dieser Moment. Bei der 83. Globe-Verleihung setzte sich Chalamet gegen George Clooney ("Jay Kelly"), Leonardo DiCaprio ("One Battle After Another"), Ethan Hawke ("Blue Moon"), Lee Byung-Hun ("No Other Choice") und Jesse Plemons ("Bugonia") durch. Die australische Schauspielerin Rose Byrne gewann den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie. Die 46-Jährige wurde für ihre Rolle als überforderte Mutter in dem Comedy-Drama "If I Had Legs I'd Kick You" geehrt. Sie setzte sich gegen fünf Mitstreiterinnen durch, darunter Hollywood-Stars wie Cynthia Erivo (39, "Wicked: Teil 2"), Kate Hudson (46, "Song Sung Blue") und Emma Stone (37, "Bugonia"). Wagner Moura und Jessie Buckley beste Drama-Darsteller Der Brasilianer Wagner Moura gewann den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama. Der 49-Jährige überzeugte mit seiner Rolle in dem Thriller "The Secret Agent". Er setzte er sich unter anderem gegen Joel Edgerton ("Train Dreams"), Oscar Isaac ("Frankenstein"), Dwayne Johnson ("The Smashing Machine") und Michael B. Jordan ("Blood & Sinners") durch. Beste Hauptdarstellerin in einem Drama wurde die irische Schauspielerin Jessie Buckley. Die 36-jährige Schauspielerin überzeugte mit ihrer Rolle in dem bewegenden Drama "Hamnet" über die Shakespeare-Familie, die den Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten muss. Sie setzte sich gegen Jennifer Lawrence ("Die My Love"), Renate Reinsve ("Sentimental Value"), Julia Roberts ("After the Hunt"), Tessa Thompson ("Hedda") und Eva Victor ("Sorry, Baby") durch. Stellan Skarsgård und Teyana Taylor beste Nebendarsteller Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård sicherte sich den Golden Globe als bester Nebendarsteller. Der 74-Jährige überzeugte in dem Familiendrama "Sentimental Value" des Norwegers Joachim Trier in der Rolle eines Vaters, der von seinen Töchtern entfremdet ist. Mit ihm waren Benicio Del Toro ("One Battle After Another"), Jacob Elordi ("Frankenstein"), Paul Mescal ("Hamnet"), Sean Penn ("One Battle After Another") und Adam Sandler ("Jay Kelly") im Rennen. Er habe sich für zu alt gehalten, um zu gewinnen, sagte Skarsgård in seiner Dankesrede. Er sei froh darüber, dass ein kleiner norwegischer Film ohne ein großes Budget diese Aufmerksamkeit bekomme. Den Golden Globe als beste Nebendarstellerin gewann die US-Schauspielerin Teyana Taylor. Die 35-Jährige überzeugte mit ihrer Rolle als militante Aktivistin in dem Politthriller "One Battle After Another" von Regisseur Paul Thomas Anderson. Mit ihr waren Emily Blunt ("The Smashing Machine"), Elle Fanning ("Sentimental Value"), Ariana Grande ("Wicked: Teil 2"), Inga Ibsdotter Lilleaas ("Sentimental Value") und Amy Madigan ("Weapons - Die Stunde des Verschwindens") nominiert. Die Sängerin und Schauspielerin Taylor zeigte sich sichtlich überrascht - sie erhielt die Trophäe prompt mit ihrer ersten Globe-Nominierung überhaupt. Globe für nicht-englischsprachigen Film geht nach Brasilien Der brasilianische Film "The Secret Agent" wurde als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Es waren unter anderem auch das im Iran spielende Politikdrama "Ein einfacher Unfall" (Frankreich) von Regisseur Jafar Panahi, "The Voice of Hind Rajab" (Tunesien), "Sentimental Value" (Norwegen) und "Sirât" (Spanien) nominiert. Der schwedische Filmkomponist Ludwig Göransson gewann mit dem Soundtrack des Films "Blood & Sinners" einen Golden Globe . Der 41-Jährige setzte sich unter anderem gegen den Franzosen Alexandre Desplat ("Frankenstein") und den Briten Jonny Greenwood ("One Battle After Another") durch. Die Verleiher der Golden Globes gaben die Preisträger in 27 Film- und Fernsehkategorien und in einer Podcast-Sparte in der Nacht auf Montag in Beverly Hills bekannt. Die Trophäen-Gala wurde live vom US-Sender CBS ausgestrahlt.