Mattel bringt erste Barbie mit Autismus auf den Markt

Die Spielzeugfirma Mattel hat ihre erste Barbie-Puppe mit Autismus vorgestellt. Sie ist Teil der „Fashionistas“-Reihe und soll den Einsatz des Unternehmens für Vielfalt und Inklusion fortsetzen. Die Puppe soll Kindern ermöglichen, sich selbst wiederzufinden. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist mehr als jedes 100. Kind weltweit autistisch. Die neue Barbie wurde zusammen mit der US-amerikanischen Autismus-Selbsthilfeorganisation „Autistic Self Advocacy Network“ entwickelt. Sie soll verschiedene Kommunikationsweisen von Menschen mit Autismus darstellen. Die Augen der Barbie blicken etwa leicht zur Seite, ein Hinweis darauf, dass manche autistische Personen direkten Blickkontakt vermeiden. Ellbogen und Handgelenke sind voll beweglich und sollen repetitive Bewegungen oder Händeflattern, die bei der Verarbeitung von Sinneseindrücken oder beim Ausdruck von Freude helfen können, ermöglichen. Zudem trägt die Puppe pinke geräuschreduzierende Kopfhörer und hat ein Tablet mit Symbolen, das alternative Kommunikationsmöglichkeiten bietet. Auch bei ihrer Kleidung wurde berücksichtigt, was Menschen mit Autismus oft beeinträchtigt: Die Barbie trägt ein locker sitzendes Kleid mit geringem Hautkontakt und Schuhe mit flachen Sohlen für Stabilität und Bewegungsfreiheit. Bereits zuvor hat Mattel Barbies mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen auf den Markt gebracht, darunter etwa eine Barbie mit Diabetes, mit Down-Syndrom, mit der Hauterkrankung Vitiligo oder Puppen mit Hörgeräten, Prothesen und Rollstühlen.