Jedes Jahr kürt eine Jury von Experten und Expertinnen das Unwort des Jahres . Dabei werden vor allem Wörter gewählt, die gegen das Prinzip der Menschenwürde oder gegen Prinzipien der Demokratie verstoßen. Auch Begriffe, die einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren, stigmatisieren und diffamieren oder verschleiernd oder gar irreführend sind, werden in die Wahl einbezogen. 2025 hat es das Wort Sondervermögen auf Platz 1 geschafft. Deutsches Unwort des Jahres 2025: Sondervermögen Die Jury, die das Unwort des Jahres kürt, besteht aus vier Sprachwissenschaftlern und Sprachwissenschaftlerinnen, einer Journalistin und einem jährlich wechselnden Mitglied aus dem Kultur- und Medienbetrieb. Laut einer Presseaussendung entschieden sich die Experten und Expertinnen vor allem deswegen für Sondervermögen, weil der Begriff seit "einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent" ist. 2025 wurde er vermehrt im öffentlich-politischen Sprachgebrauch verwendet. Was bedeutet Sondervermögen? Der Begriff setzt sich aus den Wörtern "Sonder" und "Vermögen" zusammen. Unter "Sonder" versteht man "etwas nicht dem Üblichen entspricht, sondern außergewöhnlich ist." Das Wort "Vermögen" beschreibt eine große Menge an Eigentum (zum Beispiel: Geld). Unter Sondervermögen versteht man als eine "spezielle Menge an Eigentum verstanden, die von einem Gesamtvermögen abgetrennt ist und einen eigenen Stellenwert einnimmt." Jury kritisiert das Wort Sondervermögen Die Sprachexperten und -expertinnen haben sich für den Begriff als Unwort des Jahres entschieden, da er sich in Debatten über politische Maßnahmen an alle Bürger und Bürgerinnen richtet. "Viele von ihnen sind jedoch nicht mit der administrativen Spezialbedeutung vertraut und orientieren sich an der Alltagsbedeutung. Durch diese Diskrepanz tritt die irreführende, euphemistische Bedeutung des Wortes deutlich in den Vordergrund. Der Gebrauch des Technizismus in der öffentlichen Kommunikation verdeckt, was mit ihm gemeint ist: die Aufnahme von Schulden ", heißt es in der Presseaussendung weiter. Der Gebrauch des Wortes werde zudem kritisiert, weil er Tatsachen verschleiern würde, zudem habe er eine manipulative Wirkung. Diese Begriffe wurden am häufigsten eingesendet Insgesamt 2.631 Einsendungen sind für das Unwort des Jahres 2025 bei der Jury eingegangen. Circa 70 Wörter, der 553 eingesendeten Ausdrücke, entsprachen der Unwort-Kriterien der Jury. Unter den häufigsten Einsendungen (mindestens zehnmal vorgeschlagen) waren: Friedensangst (582) umstritten (427) Deal (215) Ladeerlebnis (154) Stadtbild (141) Drecksarbeit (91) Sondervermögen (79) kriegstüchtig (42) Technologieoffenheit (36) Brandmauer (22) hocheffizienter Verbrenner (22) tatsächlich (20) Zustrombegrenzungsgesetz (17) Babyboomer (16)