Sorge um Altersarmut wächst: Österreicher blicken pessimistisch in Zukunft

Das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die staatliche Pension schwindet - die Sorge um die finanzielle Sicherheit im Alter wächst. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie von Erste Bank, Sparkassen und der Wiener Städtischen glauben drei Viertel der Befragten, dass die staatliche Pension nicht ausreichen wird. Private Altersvorsorge hat für neun von zehn Menschen einen hohen Stellenwert. Das Thema Altersarmut bereitet indes Sorgenfalten. Blick in nahe Zukunft: Das ist den Österreichern besonders wichtig Der Blick in die nahe Zukunft ist von Pessimismus geprägt: Zwei Drittel der Befragten erwarten eine Verschlechterung der Wirtschaft und ihrer Lebensqualität in den kommenden Monaten. Nur neun Prozent blicken optimistisch nach vorne. Besonders wichtig ist den Menschen die Vorsorge für Gesundheit (67 Prozent), Pension (61 Prozent) und finanzielle Krisenfälle (60 Prozent) - hier sind sie bereit, privat zu investieren. Knapp die Hälfte der Befragten glaubt nicht mehr daran, dass der Staat ein verlässlicher Partner bei Pensionen ist. "Hier zeigen die zuletzt stärker werdenden Diskussionen über die Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems Wirkung", erklärt Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen. "Dass bereits heute jeder vierte Steuereuro in die Stützung der öffentlichen Pensionen fließt, verunsichert mittlerweile 8 von 10 Befragten in Österreich." Verbreitete Angst vor Altersarmut Beim Vorsorgeverhalten sind die Österreicherinnen und Österreicher eher konservativ: Knapp mehr als die Hälfte setzt auf das gute alte Sparbuch, 38 Prozent auf Lebensversicherungen, 25 Prozent auf Wertpapiere und Fondssparpläne, 24 Prozent auf Bausparen, 17 Prozent auf Gold und 16 Prozent auf Immobilien. Im Schnitt werden 225 Euro im Monat dafür auf die Seite gelegt. Rund 40 Prozent der Befragten schätzen das Risiko, später in der Pension selbst von Altersarmut betroffen zu sein, als hoch ein. Sechs von zehn Menschen in Österreich gehen davon aus, im Alter weiter arbeiten zu müssen, um sich ihren Lebensstandard in der Pension leisten zu können. Vor diesem Hintergrund fällt auch die Zufriedenheit mit dem staatlichen Pensionssystem generell eher mäßig aus: 46 Prozent der Befragten zeigen sich damit zufrieden, 44 Prozent nicht. Das Marktforschungsinstitut IMAS befragte für die Studie Ende 2025 1.000 Personen, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren.