Internationale Politik muss realistisch betrachtet werden, schreibt Niedersachsens Linke-Chef Thorben Peters in seinem Gastkommentar. Doch darf das nicht zur Normalisierung von Rechtsbruch führen – eine Kritik an Herfried Münkler In einem Fernsehinterview erklärt Herfried Münkler dieser Tage beinahe beiläufig, der Bruch des Völkerrechts sei heute nichts Außergewöhnliches mehr . Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs, so Münkler, bewege man sich in einem Feld, in dem „Regelbruch im Prinzip eine Prämienleistung ist“, die Regelbrecher seien die Gewinner, „weil es keinen Hüter des Regelsystems mehr gibt“. Der Moderator wirkt kurz irritiert, fragt nach den Konsequenzen. Münkler bleibt gelassen. So sei nun einmal die Realität der Weltpolitik. Herfried Münkler gilt als einer der bekanntesten deutschen Politikwissenschaftler, ein Mann der großen Linien, der sich gern als nüchterner Beobachter globaler Machtverhältnisse präsent Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .