Vorwürfe gegen Julio Iglesias: Ermittlungen wegen sexueller Übergriffe

Der spanische Sänger Julio Iglesias sieht sich mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Zwei ehemalige Angestellte, die in Iglesias' Villen in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas für ihn tätig waren, werfen dem 88-Jährigen sexuelle Übergriffe vor. Darüber berichten die spanischen Medien elDiario.es und Univision Noticias, die über drei Jahre hinweg in einer gemeinsamen Recherche mit 15 ehemaligen Mitarbeitern des Sängers gesprochen haben. Fotos, WhatsApp-Nachrichten und andere Dokumente würden die Aussagen jener zwei Frauen stützen, die Iglesias sexuelle Übergriffe im Jahr 2021 vorwerfen. Eine der beiden Frauen, im Bericht Rebecca genannt, wirft Iglesias vor, sie ohne ihre Zustimmung penetriert zu haben. Dies sei im Beisein ihrer Vorgesetzten geschehen. Die andere Frau, im Bericht Laura genannt, erzählte den spanischen Medien, dass Iglesias sie gegen ihren Willen auf den Mund geküsst und ihre Brüste berührt habe. Ermittlungen aufgenommen Die Frauen berichteten zudem von einem Klima der Kontrolle und Einschüchterung, von Beleidigungen und Belästigungen. Bereits kurz nach ihrer Ankunft an ihrem Arbeitsplatz seien ihnen Fragen zu sexuellen Vorlieben gestellt worden. Beide Frauen haben Anzeige am Nationalen Gerichtshof in Spanien erstattet, sie werfen Iglesias darin Menschenhandel und sexuelle Übergriffe vor. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Iglesias und sein Anwalt haben laut elDiario.es und Univision Noticia nicht auf Anfragen reagiert. Die ehemalige Vorgesetzte von Rebecca aus dem Anwesen in Punta Cana wies die Vorwürfe gegen den Sänger zurück und lobte Iglesias. Die rechtskonservative Regionalpräsidentin Madrids, Isabel Díaz Ayuso, erklärte via X, dass ihre Region nicht dazu beitragen werde, "Künstler zu diskreditieren" - schon gar nicht, wenn es um Julio Iglesias gehe.