Der Bildungsweg eines jeden Kindes startet im Kindergarten. "Umso wichtiger ist es, dass wir allen kleinen Bewohnerinnen und Bewohnern die nötige Infrastruktur bieten können". So brachten es zuletzt Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger und Bildungsstadtrat Philipp Gruber (beide ÖVP) bei der Eröffnung des "Dr. Evamaria Sluka-Grabner"-Kindergartens in der Giltschwertgasse auf den Punkt. Bereits 100 Kindergartengruppen 2.500 Kinder bis zum Alter von sechs Jahren befinden sich aktuell in der Statutarstadt in den Landeskindergärten sowie privaten Tagesbetreuungen bzw. Krabbelstuben in Betreuung. Um den Bedarf zu stemmen, war in den vergangenen Jahren eine Betreuungsoffensive nötig. Im vergangenen September knackte die Stadt die Marke von 100 Kindergartengruppen . Und der Bedarf wird laufend mehr. Es war ein Meilenstein, der nicht nur Jubelschreie auslöst, sondern auch große Herausforderungen mit sich bringt: Das rasante Wachstum in Wiener Neustadt hat dazu geführt, dass man rascher als erwartet im vergangenen Oktober die 50.000-Einwohner-Marke überschritten hat. Bekannter Privatkindergarten Vor diesem Hintergrund ist es für die Stadt besonders bitter, dass eine bekannte Institution im Sommer ihren Betrieb einstellen wird. Der als Orel-Privatkindergarten bekannte gewordene "Montessori-Kindergarten Elisabeth" schließt nach Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit seine Pforten. Damit verlieren rund 30 Kinder mit Ende des Schul- bzw. Kindergartenjahres einen Betreuungsplatz. Stadt Wiener Neustadt Eröffnung des Kindergarten "Giltschwertgasse - Dr. Evamaria Sluka-Grabner" Stadt bietet Lösungen an Nach intensiven Gesprächen hat die Stadtgemeinde Lösungen für die Unterbringung der Sprösslinge gefunden. "Wir können allen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten", verspricht Bildungsstadtrat Philipp Gruber . Die Mädchen und Buben sollen bei Bedarf in unterschiedlichen Einrichtungen einen Kindergartenplatz bekommen. Man sei mit den betroffenen Eltern in Kontakt, heißt es vonseiten der Stadt. Die betroffenen Eltern der Kinder wurden bereits vergangene Woche von der Kindergartenleitung über die Schließung im kommenden Juni informiert. Die Reaktionen fielen teilweise heftig aus. Wie Gruber präzisiert, könne die Stadt jedem Kind aus Wiener Neustadt ab 2 Jahren einen Kindergartenplatz ab September garantieren. Falls Familien bis September dann doch andere Lösungen finden, können sie auf den Platz jederzeit verzichten. In dem Fall, dass es Bedarf für eine Sommerbetreuung gibt, werden man versuchen diese im Rahmen der Sommer- und Ferienbetreuung in den Kindergärten zu organisieren, erklärt Gruber. Die Gemeinde hat außerdem jede rechtliche Hilfe angeboten, sollte es eine strukturierte Initiative geben, die den Privatkindergarten unter anderer Trägerschaft weiterführen möchte. „Zum einen was unsere eigene Zuständigkeit als Magistrat betrifft aber auch durch eine rasche Kontaktaufnahme und Abklärung mit den Verantwortlichen des Landes Niederösterreich “, so der Bildungsstadtrat.