Die österreichische Supernova-Gruppe, die 118 Einkaufs- und Fachmarktzentren mit einem Gesamtwert von 2,4 Milliarden Euro in Österreich und Südosteuropa betreibt, ist weiter auf Expansionskurs. Der Immobilienkonzern um Frank Albert hat jetzt das Einkaufszentrum Park&Shop (10.000 m²) in der dalmatinischen Kleinstadt Imotski in Kroatien übernommen. Kaufpreis wurde keiner bekannt gegeben. Zu den wichtigsten Mietern zählen Bipa, Müller, Deichmann, Jysk, s.Oliver und New Yorker. Damit betreibt die Supernova-Gruppe nun allein in Kroatien 18 Einkaufszentren. Hierzulande bekannt ist die Supernova-Gruppe als Käufer der 40 Standorte des insolventen Möbelhändlers Kika/Leiner. Nachnutzung Jene 23 Kika/Leiner-Standorte, die bereits im Juli 2023 im Zuge der ersten Pleite geschlossen wurden, sind mittlerweile verkauft oder werden anderweitig genutzt. Wie der KURIER berichtete, sind elf dieser Standorte an eine Gesellschaft der XXXLutz-Gruppe verkauft worden. Die restlichen 17 Standorte von Kika und Leiner wurden im Zuge der zweiten Pleite im November 2024 geschlossen. Der Standort in Graz wurde an einen benachbarten Messgeräte-Hersteller verkauft. „Für den Standort Dornbirn verhandeln wir exklusiv mit Ikea und sind in der Prüfungsphase, aber wir warten noch auf die Politik“, sagt Frank Albert zum KURIER. „Es muss das Verkehrskonzept bestätigt werden. Sie glauben ja gar nicht, welcher Rattenschwanz an diesen Dingen dranhängt. Es gibt ein paar Orte, wo man Unterstützung kriegt, aber einige sind mühsam.“ Keine Unterstützung Auch für den Standort Innsbruck wird mit mutmaßlichen Käufern über die Nachnutzung verhandelt. „Aber da ist die Politik auch nicht unterstützend“, sagt Albert. „Aber in Salzburg haben wir mit der Politik keine Probleme.“ Am Salzburger Leiner-Standort in der Adolf-Schemel-Straße soll das untere Geschoß dem Handel gewidmet werden und die Obergeschoße dem Wohnbau. „Den Standort Eugendorf verkaufen wir auch“, sagt der Immobilienentwickler. „Da ist zwar schon etwas unterschrieben, aber wir sind noch nicht durch.“ Auch der Kika-Standort in Linz ist mittlerweile verkauft. „An die Rutter-Gruppe“, sagt Albert. Die Rutter Immobilien-Gruppe ist auf Handelsimmobilien spezialisiert und betreibt 40 Fachmarkt- und Shoppingzentren mit einer Fläche von 600.000 Quadratmetern. Der Kika-Standort in Ansfelden bei Linz wird als Lagerfläche eines Logistikers genutzt werden. „Da läuft das Verfahren zur Umwidmung“, sagt der Immobilienunternehmer. Auch das Kika-Gebäude in Klagenfurt soll künftig gemischt genutzt werden, unten Handel und in den Obergeschoßen sollen Wohnungen errichtet werden. Kleine Umwidmung „Ich brauche dort eine kleine Umwidmung von einem Möbelgeschäft auf ein Fischerei- und ein Jagdgeschäft“, sagt Albert. „Da ist auch noch die Politik nicht bereit, uns das zu bestätigen. Diesmal spielt die Stadt Klagenfurt mit, aber das Land macht Mätzchen.“ Der Supernova-Chef klingt dabei etwas frustriert. „Sie brauchen sich nicht wundern, wenn von unseren Kollegen niemand mehr in Österreich investiert “, sagt er. „Die Politik behindert nicht, sie macht einfach gar nichts und lässt die Projekte einfach liegen.“ Auch für den Kika in der Wiener Wagramer Straße hat Albert einige Ideen und den einen oder anderen Interessenten. „Aber wir sind noch nicht durch“, sagt Albert. Gleiches gilt für den Leiner in der Hadikgasse in Wien-West. Es werde mit möglichen Interessenten gesprochen. Für die Leiner-Filiale in Tulln liegt ein Kaufangebot vor, aber der Deal ist noch nicht abgeschlossen. Auch der Kika-Standort in Wiener Neustadt ist verkauft. Dort gibt es heute Lagerflächen. Das Headquarter Indes wird der Kika-Standort in der Wiener Laxenburgerstraße umgebaut. „Im Wesentlichen kommt Handel rein, aber auch unser Headquarter“, sagt Albert. „Es ist für uns ganz praktisch, weil es verkehrstechnisch über den Verteilerkreis gut angebunden ist.“ Auch für den Leiner in Krems gibt es einen Käufer, aber noch keinen Vertragsabschluss. Und der Kika-Standort in St. Pölten wird von der Supernova in ein Fachmarktzentrum umgebaut. „Ich habe mir gedacht, dass uns die Politik generell bei der Nachnutzung unterstützt, den es geht pro Standort um 60 bis 70 Arbeitsplätze“, sagt Frank Albert. „Ich habe es aber nicht bereut, dass ich diese Immobilien übernommen habe. Es war ein ordentliches Geschäft.“