Die einen haben Spaß, die anderen geraten ins Schleudern. Auf Social Media sah man gestern lachende Gesichter von Menschen, die auf der Straße eisliefen und daraus eine Art Spaß-Schlittschuh-Challenge machten. Das Krankenhaus Eisenstadt hingegen meldete deutlich mehr Sturzverletzungen als an Tagen, an denen die Gehsteige nicht spiegelglatt sind. Nicht jeder ist zum Eislaufstar geboren. Zum Glück gibt es Verhältnisse wie gestern im Nordburgenland nur alle paar Jahre. Laut Aufzeichnungen erlebt das Burgenland heuer den kältesten Winter seit sechs Jahren. Und wenn wir ehrlich sind, können wir sagen: Es geht uns gut. Die Strom- und Gasversorgung ist gesichert, auch das Brennholz ist nach Engpässen 2022 wieder gut verfügbar. Die Räum- und Streudienste geben ihr Allerbestes. Falls es dennoch zu Unfällen kommt, sind die Feuerwehren und Rettungsdienste zur Stelle. Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser, Ambulanzen und mobilen Hilfsdienste sind unermüdlich im Einsatz. Kälte- und Grippewelle Denn eine Welle jagt die andere: Nicht nur die Kältewelle ist die heftigste seit Jahren, auch die Grippewelle ist heuer stärker als in anderen Jahren. Und sie wird uns noch einige Wochen begleiten, ehe das Wellental zu erwarten ist. Schwere Influenzafälle fordern derzeit die Spitäler. Gestern war dann der Tag der Arm- und Beinbruchversorgung in Eisenstadt. Es zeigt sich dieser Tage: Wer Hilfe benötigt, ist gut versorgt. Auch wenn der Tenor seit einiger Zeit ein anderer ist. Anhand einzelner Behandlungsfehler wird der Untergang des Gesundheitswesens herbeigeredet. Bei Ärger mit dem Stromanbieter wird gleich die Versorgungssicherheit angezweifelt. Eine Ortsstraße, die bei starkem Schneefall nicht binnen Minuten geräumt ist, gilt als Beweis für Gemeindeversagen ... Tatsache ist, dass wir nicht klagen können, viele es aber gerne tun. Da gerät etwas in Rutschen, ganz ohne Glatteis.