Im Rahmen der Jahresauftaktpressekonferenz von Seat und Cupra wurden am Mittwoch in Wien Zahlen und Schwerpunkte für das Jahr 2026 präsentiert. Die Volkswagen-Konzernmarken erreichten für 2025 gemeinsam einen neuen globalen Auslieferungsrekord von 586.300 Fahrzeugen: ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon entfallen 257.400 Einheiten auf Seat. Die wichtigsten Zugpferde Im Modellmix von Seat nimmt der Ibiza eine gesonderte Stellung ein: Mit rund 94.800 ausgelieferten Einheiten war er 2025 das mit Abstand meistverkaufte Fahrzeug der Marke und erzielte damit einen Anteil von etwa 41 Prozent an allen Seat-Stückzahlen. Danach folgt der Arona mit etwa 72.400 Einheiten und rund 17 Prozent. Der Ibiza ist das Aushängeschild der Marke und wird wie seine Vorgänger 2026 als Budget-Kleinwagen positioniert. In Österreich zählt der Ibiza zu den beliebtesten Modellen im Kleinwagensegment und belegte 2025 Platz vier in den Neuzulassungen mit 5.137 Fahrzeugen, was etwa 40 Prozent aller Zulassungen der Marke im Land entspricht. Der Einstiegspreis soll laut Herstellerangaben inklusive Rabatten bei 13.490 Euro beginnen, womit der Ibiza zu den preislich günstigsten Modellen im Kleinwagensegment gehört. Auch die Neuauflage des Arona soll laut aktueller Preisliste bei rund 16.490 Euro starten und laut eigenen Angaben das derzeit günstigste SUV Österreichs darstellen. Neben den Preisen wird auch die Einführung einer neuen Herstellergarantie von zehn Jahren oder bis zu 200.000 Kilometern für alle Seat-Modelle beworben. Sie soll für Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2026 gelten und das gesamte Portfolio umfassen. Damit hat der Hersteller eine der längsten Garantien am aktuellen Markt. Fabio Ehlers Nach dem Ibiza zählt der Arona zu den wichtigsten Modellen von Seat. Spanische Produktion Produziert werden der Ibiza und der Arona im spanischen Werk Martorell bei Barcelona. Die Fabrik gilt seit vielen Jahren als einer der wichtigsten Standorte innerhalb des Volkswagen-Konzerns und fungiert als zentrale Produktionsbasis der Marke. Das Werk ist eng in die konzernweite Produktions- und Entwicklungsvernetzung eingebunden: Plattformen, Antriebe und Komponenten werden markenübergreifend genutzt und ermöglichen größere Stückzahlen und Skaleneffekte. Bisher ist für Seat kein rein elektrisches Modell geplant, was auf Nachfrage bestätigt wurde. Die Marke konzentriere sich derzeit auf klassische Antriebe, Mildhybrid- und Plug-in-Hybridvarianten in der bestehenden Produktpalette. Cupra Der Raval soll das Aushängeschild von Cupra im Jahr 2026 werden. Die Schwestermarke Parallel zu Seat gewinnt die noch junge Schwestermarke Cupra zunehmend an Bedeutung. Weltweit lieferte die Marke 2025 rund 328.800 Fahrzeuge aus, ein Plus von 32,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit entfiel mehr als die Hälfte der kombinierten Auslieferungen von Seat und Cupra auf die sportlich positionierte Marke. Besonders stark entwickelt sich der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge, darunter Plug-in-Hybride und rein batterieelektrische Modelle. Auch in Österreich verzeichnet Cupra 2025 eine deutliche Entwicklung: Mit 11.219 Neuzulassungen und einem Stückzahlplus von 66,9 Prozent erreichte die Marke einen Marktanteilsrekord und zählt zu den am schnellsten wachsenden Automarken des Landes. Beliebt sind insbesondere der Cupra Terramar , gefolgt von Formentor , Tavascan und Born . Für 2026 stehen mehrere Neuheiten an: Der Cupra Raval soll als neues Einstiegsmodell positioniert werden und laut Herstellerangaben zwischen 25.000 und 26.000 Euro kosten, die Markteinführung ist für Juni 2026 vorgesehen. Der Cupra Born erhält ein Facelift sowie eine Sonderversion "Born X" . Zudem erfährt der Tavascan ein technisches Update und soll im Preis auf 32.900 Euro gesenkt werden.