178.000 illegale Grenzübertritte in EU im vergangenen Jahr

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte an den Außengrenzen der EU ist im Jahr 2025 um mehr als ein Viertel (26 Prozent) auf etwa 178.000 gesunken . Dies geht aus ersten konsolidierte Zahlen der EU-Grenzschutzbehörde Frontex vom Donnerstag hervor. " Das ist ein Ergebnis stärkerer Außengrenzen und wirksamer internationaler Partnerschaften. Seit 2023 haben sich die Ankünfte mehr als halbiert – ein positives Signal. Das bedeutet, dass weniger Menschen geschleust werden, weniger Menschen Missbrauch erleiden und weniger Leben in Gefahr geraten", zeigt sich EU-Migrationskommissar Magnus Brunner (ÖVP) erfreut. "Diese Ergebnisse zeigen, dass unsere Migrationsdiplomatie wirkt. Angesichts einer äußerst instabilen globalen Lage bleiben wir wachsam und werden unsere Arbeit konsequent fortsetzen." Lage weiter unsicher Gleichzeitig warnt Frontex, dass die Lage an den europäischen Außengrenzen weiterhin unsicher bleibt. Migrationsdruck könne sich rasch zwischen Routen verlagern und werde durch Konflikte, Instabilität und Schleusernetzwerke beeinflusst. Zudem sieht sich Europa weiterhin dem Risiko ausgesetzt, dass feindlich gesinnte Akteure Migrationsbewegungen gezielt ausnutzen, um Druck auf die Außengrenzen der EU auszuüben. Mit Blick auf die Zukunft werde 2026 laut Frontex ein entscheidendes Jahr für das europäische Grenzmanagement sein. Der EU-Pakt zu Migration und Asyl wird Mitte 2026 vollständig anwendbar und soll die umfassendste Reform des europäischen Migrations- und Asylsystems darstellen. Parallel dazu sollen weitere  Änderungen im Grenzmanagement in Kraft treten, darunter die vollständige Einführung des Einreise-/Ausreisesystems (EES) sowie der geplante Start des Reisegenehmigungssystems ETIAS im Laufe des Jahres. Die am stärksten genutzte Migrationsroute nach Europa war 2025 weiterhin jene über das zentrale Mittelmeer mit 66.318 Aufgriffen bei irregulären Grenzübertritten. Gegenüber dem Jahr davor ist dies nur ein Rückgang von einem Prozent. 17.280 illegale Grenzübetritte über Westafrika 65.861 Versuche zur Einreise nach Großbritannien wurden im Ärmelkanal registriert - ein leichter Rückgang von drei Prozent. 51.399 Aufgriffe verzeichnete Frontex auf der östlichen Mittelmeerroute (minus 27 Prozent) , 19.403 im westlichen Mittelmeer (plus 14 Prozent) und 12.525 entlang der Balkanroute (minus 42 Prozent) , 10.846 an den östlichen Außengrenzen der EU (minus 37 Prozent) . Über Westafrika wurden 17.280 illegale Grenzübertritte registriert, ein Minus von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr.