Es ist erst ein paar Tage her, da eilte SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke seinem Parteikollegen Matthias Stadler zu Hilfe. Der Bürgermeister von St. Pölten, der am 25. Jänner die absolute Mehrheit verteidigen will, steckt nämlich mitten in einem veritablen Streit mit Udo Landbauer . Der FPÖ-Landesvize, der in Niederösterreich auch das Verkehrsressort führt, wirft dem roten Stadtoberhaupt vor, dass eine Umstellung der dieselbetriebenen Stadtbusse auf Elektrobusse eine Verfünffachung der Landesförderung bedeuten würde. Landbauer unterstützt in der Debatte natürlich auch seinen Landesrat Martin Antauer , der wiederum nach der Wahl gerne Bürgermeister von St. Pölten werden würde. Und was machte Hanke bei dem Termin in St. Pölten? Er lobte den Stadtbus als "Erfolgsmodell". Nicht geplant ist übrigens ein Auftritt des roten Bundesparteichefs Andreas Babler in St. Pölten, der in einem Umfragetief steckt. Nichts ist fix Einen Höhenflug – zumindest wenn man den Umfragen Glauben schenkt – beschert Herbert Kickl seit einiger Zeit den Blauen. Ob der Bundesparteiobmann zum Wahlkampffinale seiner Partei in die Landeshauptstadt reist, ist allerdings noch unklar. Noch sei nichts fix, heißt es seitens der Freiheitlichen. Schellhorn in der Brauerei Schon da war hingegen Entbürokratisierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn , der mit dem St. Pöltner Neos-Spitzenkandidaten Bernd Pinzer die Traditionsbrauerei Egger besuchte und danach noch bei einem Stammtisch philosophiert hat. „Das Bürokratiemonster ist nicht über Nacht entstanden, sondern über Jahrzehnte gewachsen“, wusste Schellhorn dabei zu berichten. In ihrer Zeit als Ministerin war Leonore Gewessler von den Grünen in St. Pölten, um der Traisental-Schnellstraße eine Absage zu erteilen. Im Wahlkampf präsentierte sie mit dem grünen Spitzenkandidaten Walter Heimerl-Lesnik die „Versiegelungsnotbremse“. Stellt sich noch die Frage, ob man in den wenigen Tagen bis zur Wahl auch ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker in der nö. Landeshauptstadt zu Gesicht bekommen wird. Nein, heißt es seitens der ÖVP. Es sei ein St. Pöltner Wahlkampf, der von St. Pöltnern geführt werde.