Laura Poitras porträtiert in „Cover-Up“ Seymour Hersh, den Giganten des investigativen Journalismus. Seine Entdeckungen von My Lai bis Abu Ghuraib zeigen, wie wichtig unabhängiger Journalismus ist – und wie dringend notwendig gerade heute „Einen wie ihn gibt’s heute nicht mehr!“ Dieser Gedanke bildet naturgemäß das Leitmotiv, wenn es um ein Urgestein des Journalismus wie den bald 89-jährigen Seymour Hersh geht. Aber der Satz hallt nach dem Anschauen von Cover-Up auf besondere Weise nach. Die Skandale, die Hersh im Laufe seiner über 50 Jahre währenden Karriere enthüllt hat, mögen zum großen Teil lang zurückliegen – My Lai deckte er 1969 auf, und selbst Abu Ghuraib ist schon über 20 Jahre her –, aber sie wirken in diesen Wochen aktueller denn je. Sei es die Einmischung in souveräne Staaten Südamerikas oder das Erschießen von unschuldigen Zivilisten unter dem Vorwand projizierter Bedrohung – heute wie damals braucht es einen wie Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .