Der Zeitgeist unter Jugendlichen ist rechts. In Spremberg oder Cottbus zeigt sich das im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof, im Jugendclub. Was bräuchte es, um diese Entwicklung zu stoppen? Eltern, SchülerInnen, Sozialarbeiter erzählen Draußen regnet es, als die Bürgermeisterin von Spremberg in ihrem Büro empfängt, mit Blick auf den leeren Marktplatz. Zwei Monate sind vergangen, seit Christine Herntier mit einem Brandbrief an die Öffentlichkeit ging und damit die kleine Stadt in der Lausitz in den bundesweiten Fokus rückte. Es ging um rechte Jugendliche und Rechtsextreme, die junge Menschen ködern – manchmal direkt auf dem Marktplatz, wenn sich junge Männer mit Seitenscheiteln und Bomberjacken abends zum Abhängen treffen. „Es gab keinen einzelnen besonders schlimmen Vorfall“, erzählt Herntier, „aber es hatte eine Grenze erreicht, als ich gelesen habe, dass der III. Weg stolz darauf ist, Kinder und Jugendliche zu bekehren.“ Tatsächlich ist Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .