Mercedes-Benz CLA 250+: Wie schlägt sich das Auto des Jahres im Eis-Test?

Mit dem CLA ist Mercedes viel gelungen: ein technisch ausgereiftes Auto, das sehr gut im Alltag funktioniert und bei dem Wert und Preis zusammenpassen. Das hat dem CLA nun den Titel "Car of the Year" (COTY 2026) beschert. Wir fahren den vollelektrischen CLA (mit EQ Technologie) aktuell durch Eis und Schnee – und können fast nur Bestnoten vergeben. Am Eistag wagten wir den Test auf der Höhenstraße (als einziges Auto um 8.45 Uhr): der CLA 250+ mit EQ Technologie kommt mit 272 PS und Hinterradantrieb (!) und meistert verblüffend souverän die Eisfahrbahn. Kein Ausbrechen beim Beschleunigen, da drosseln die Assistenzen die Antriebskraft und starten, ohne Grip zu verlieren. Beim Bremsen des Zweitonners helfen ABS und ESP gekonnt, das Auto bleibt in der Spur und lässt sich auch auf Eis lenken. Das One-Box-Bremssystem speist die Energie in die Batterie zurück. Die Rekuperation findet bei fast jedem Bremsen statt und beträgt bis zu 200 kW. Auch das erklärt die Sparsamkeit des Elektro-CLAs: der 85-kWh-Akku schafft laut WLTP 792 Kilometer. Nicht so im kalten Winter: unser Verbrauch pendelt bei immer noch niedrigen 19 kWh/100 km, das macht rund 450 bis 500 Kilometer Reichweite, je nach Fahrweise. Der CLA hat betont sportliche Proportionen und kommt mit 4,7 Metern ziemlich groß daher. Platz für vier findet sich leicht, sogar fünf Personen sitzen gut. Die typische "Hai-Nase" und der Frontgrill mit 142 einzeln animierten LED-Sternen fallen unter die Kategorie Geschmacksache. Das flach nach hinten abfallende Dach wirkt elegant, nimmt im Inneren überraschend wenig Kopfraum. Der Kofferraum hat 405 Liter Ladevolumen. Der sogar beleuchtete Frunk unter der "Motorhaube" schafft nochmals 101 Liter Stauraum. CL steht bei Mercedes für " Coupé Luxus " – das Ambiente strahlt ebendas aus. Die hochwertige Verarbeitung ist typisch Mercedes. Auf Hochglanz Das bedeutet: Einsteigen und wohlfühlen. Das Lenkrad wurde unten abgeflacht, intuitiv steuert man hier auch Tempomat, Assistenz und Lautstärke. Die Bildschirme glänzen, die Glasflächen reflektieren, das kann bei Sonne oder in der Nacht zu starken Spiegelungen führen (Kritik 1/2). Die Software ist aber eine der besten auf dem Markt: Sprachsteuerung sehr gut, Übersicht top. Die Direktwahl über das Display oder über einzelne Wähltasten erleichtern die Steuerung. Unser Modell kam mit großem Glasdach aber ohne "Rollo" (Kritik 2/2) – das fehlt irgendwie, weil es von oben kalt bzw. im Sommer hell und eventuell heiß ist. Preislich startet der vollelektrische CLA 200 bei 49.950 Euro (mit 58-kWh-Akku); die 250+-Variante kostet 55.980 Euro. Allrad (CLA 350 4 MATIC) kommt auf 59.990 Euro.