Zu einem recht ungünstigen Zeitpunkt haben die Umbauarbeiten am Handelskai zwischen der Dr.-Natterer-Gasse und der Meiereistraße begonnen. Denn aktuell finden die Ferien-Messe und die Mobilitätsmesse Vienna Drive im Messezentrum Wien im Prater statt. Anfang der Woche hat der ÖAMTC deshalb eine Warnung veröffentlicht, weil die Stadionallee – die Verbindung Schüttelstraße-Meiereistraße – wegen Bauarbeiten gesperrt ist: Laut dem Verkehrsclub ist auf den Auf- bzw. Abfahrten Handelskai der Südost-Tangente (A23), dem Handelskai zwischen Tangente und Meiereistraße, der Ausstellungsstraße im gesamten Verlauf sowie rund um den Praterstern mit Verzögerungen zu rechnen. „Stressfrei fährt man mit den Öffis zur Messe (U2)“, appelliert der ÖAMTC. Öffis Grund für Umbau Pikanterweise sind gerade Arbeiten am öffentlichen Verkehrsnetz der Grund für die nötigen Bauarbeiten. Laut ORF Wien werden am Handelskai für die Wasserrohrverlegung zwei Fahrstreifen auf einer Länge von 200 Metern temporär gesperrt. Ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung bleibe am Handelskai aber immer frei, heißt es seitens der zuständigen Magistratsabteilung. Gearbeitet wird sozusagen im Akkord: Um schneller fertig zu werden, finden die Arbeiten auch in der Nacht und am Wochenende statt. Während der Rohrerneuerung im Kreuzungsbereich Handelskai/Meiereistraße wird laut der zuständigen MA 31 (Wiener Wasser) der Verkehr zur Meiereistraße umgeleitet. Die temporäre Zufahrt verläuft über Handelskai, Machstraße und Engerthstraße zur Meiereistraße. Diese wird während dieser Bauphase von Olympiaplatz und Engerthstraße bis und in Richtung Handelskai als Einbahn geführt. Die Rohrerneuerung erfolgt im Zuge der Bauarbeiten der Wiener Linien für die Verlängerung der Linie 18 bis zur U2-Station Stadion, die voraussichtlich ab Herbst in Betrieb geht. Für die Verlängerung der Linie 18 fallen in der Meiereistraße zwei Drittel der Parkplätze weg, ebenso in der Dr. Natterer Gasse. Die Zufahrten, die Garagen und die Lieferzonen bleiben aufrecht. „Wir wollen die Zahl der Anrainerzonen erhöhen, damit diejenigen, die dort wohnen, auch eine Berechtigung haben, hier zu parken“, sagte Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (SPÖ). „Das ganze Projekt inklusive der Fahrzeuge, Bohrarbeiten, Einbauten, Umlegungen und der Ertüchtigung der Stadionbrücke kostet insgesamt 88 Millionen Euro“, erklärte Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien.