Formel 1: Bei der Präsentation war Red Bull die Nummer 1

Bis zum ersten Rennen in Melbourne am 8. März sind es noch 51 Tage. Doch eigentlich hat die Saison bereits begonnen. In der Nacht auf Freitag präsentierten Red Bull und das Schwesternteam Racing Bulls als erste der elf Teams die neuen Autos für die Saison 2026, in der die Formel 1 die größte Regelrevolution seit 2014 erlebt: Treibstoff: Es bleibt bei den V6-Motoren mit 1.600 cm 3 . Diese werden jedoch erstmals mit 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff angetrieben. Antrieb: Der Hybrid-Antrieb soll bis zu 50 Prozent seiner Leistung aus der Batterie beziehen. Die Gesamtleistung der Antriebe wird bei über 1.000 PS liegen. Überholen: Die klassische Überholhilfe DRS ist Geschichte. 2026 können die Fahrer jederzeit sowohl Heck- als auch Frontflügel verstellen. Zudem kann ein Schub Batterieleistung abgerufen werden, wenn er auf eine Sekunde an den Vordermann herankommt. Maße: Die Autos werden etwas kleiner, das Gewicht sinkt um 30 kg auf 768. Hat Mercedes Vorsprung? „Was man so hört, scheint Mercedes in der Motorenentwicklung am weitesten zu sein“, sagte Helmut Marko im Interview beim ORF . Das betrifft neben Mercedes auch die Autos von McLaren, Williams und Alpine. „Vergangenes Jahr war das Feld so dicht beisammen wie nie. Ich glaube, das wird sich auseinanderziehen.“ Das 45-minütige Mega-Event fand in der Michigan Central Station in Detroit statt, dem historischen Zentrum der US-Automobilindustrie. Dort, wo der neue Red-Bull-Motorenpartner Ford beheimatet ist. Genau genommen wurden Showcars mit der neuen Lackierung gezeigt. Die echten Autos bleiben bis zu den ersten Testfahrten noch unter Verschluss, um der Konkurrenz keine Möglichkeit zur Spionage zu geben. Als drittes Team präsentiert Haas am 19. Jänner seinen VF-26 – und zwar nur online. Ganz anders möchten die Neulinge von Audi die Formel-1-Bühne betreten. Am 20. Jänner ist in Berlin eine große Show geplant. Ebenfalls am 20. präsentiert Honda in Tokio den Motor, der die Autos von Aston Martin (Alonso, Stroll) antreiben wird. WM-Mitfavorit Mercedes wird am 22. Jänner von seinem Auto nur Bilder der Öffentlichkeit zeigen. Traditionell viel Aufmerksamkeit wird auf Ferrari liegen, die Scuderia zeigt am 23. Jänner ihr neues Design. Dabei werden Charles Leclerc und Lewis Hamilton auch ein paar Runden in Maranello drehen. Auch Alpine zeigt am 23. die neue Lackierung. Eine besonders spektakuläre Aktion hat sich der Neueinsteiger Cadillac überlegt. Die Amerikaner zeigen die Lackierung ihres ersten F1-Autos während des Super Bowl am 8. Februar. Am Tag danach sind dann Aston Martin und McLaren (in Bahrain) an der Reihe. Williams beendet den Reigen der Präsentationen am 3. Februar auf dem Sitz des Rennstalls in Grove (ENG). Ab 26. Jänner werden die neuen Autos erstmals im Kreis fahren. Die Testfahrten in Barcelona finden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Danach gibt es noch zwei öffentliche Testphasen im Februar in Bahrain.