Krankenhausserien: Kein Herumdoktern

Eine neue Krankenhausserie steht zum Streamen an. Das klingt zunächst wie eine gesundheitsgefährdende Drohung. Doch nach wenigen Minuten „The Pitt“ , seit Dienstag via HBO Max auch in Österreich zu sehen, ist man wieder drin im ewigen Drama um existenzielle Themen. Es ist gelungen, dies mit überzeugendem neuen Dreh umzusetzen. Mit gesellschaftlicher Relevanz, realistischer Hektik, einer Unzahl an Fachbegriffen und vor allem mit viel Herz – aber ohne Schmalz. Dass der einst blutjunge „Emergency Room“-Doktor Noah Wyle dreißig Jahre später das auch äußerlich gereifte emotionale Zentrum gibt, ist ein schöner Bonus. Auf den auch die Neuauflage von „Scrubs“ (siehe oben) setzen dürfte – wiewohl mit mehr Skurrilität. Ebensolche verspricht, in kleineren Dosen, die ORF-Serie „Pflegeleicht“, die heuer starten soll. Die Vorgaben sind hoch. Hoffentlich wurde nicht nur an den großen Genrevorbildern herumgedoktert.