Vor einem Jahr war Vincent Kriechmayr in der Abfahrt von Wengen in der Zielkurve heftig in die Bande gekracht und hatte sich eine Knieverletzung zugezogen. Ein Jahr später meldete sich der Oberösterreicher in Wengen eindrucksvoll zurück und fuhr in der Abfahrt auf den zweiten Rang . Damit beendete Kriechmayr einen langen Negativlauf der österreichischen Abfahrer. Seit dem 17.2. 2024 (2.Rang von Kriechmayr in Kvitfjell) waren die ÖSV-Herren in der Königsdisziplin einem Podestplatz hinterhergefahren. Nach 700 Tagen und vielen Enttäuschungen nahm die Durststrecke nun endlich ein Ende. APA/AFP/DIMITAR DILKOFF Vincent Kriechmayr war mit seiner Fahrt zufrieden Auf der verkürzten Lauberhornabfahrt, auf der Kriechmayr bereits zwei Mal gewonnen hat (2019, 2022) musste der Österreicher nur dem Schweizer Superstar Marco Odermatt den Vortritt lassen. Riesenvorsprung Der Lokalmatador fuhr beim Heimrennen in einer anderen Liga und war gleich 79 Hundertstelsekunden schneller als Kriechmayr, der den italienischen Super-G-Sieger Giovanni Franzoni auf den dritten Platz verwies. "Meine Fahrt war teilweise sehr gut, aber acht Zehntelsekunden finde ich nicht", sagte der ÖSV-Routinier. REUTERS / Lisi Niesner Marco Odermatt gewann zum vierten Mal in Folge die Abfahrt von Wengen Jagd auf Maier Marco Odermatt bleibt derweil der Mister Lauberhorn . Seit 2024 ist der 28-Jährige in Wengen ungeschlagen und gewann nun die letzten vier Abfahrten vor eigenem Publikum. Mit seinem 52. Weltcupsieg nähert sich Odermatt der Marke von Hermann Maier (54 Weltcupsiege). EPA / PETER SCHNEIDER Daniel Hemetsberger schaffte es in Wengen in die Top Ten Mit Daniel Hemetsberger (+1,37) schaffte es noch ein weiterer Österreicher in die Top Ten. Stefan Babinsky konnte nach seinem zweiten Platz im Super-G nicht an die Leistung anschließen und landete mit einem Rückstand von 2,54 Sekunden im geschlagenen Feld.