Zwei Tote bei Lawinenabgängen in der Schweiz und Tirol

Bei einem Lawinenabgang in der Schweiz ist am Freitag ein Mann ums Leben gekommen. Vier weitere Mitglieder einer von den Schneemassen bei Tujetsch im Kanton Graubünden erfassten siebenköpfigen Skitourengehergruppe wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in Spitäler geflogen. Laut Bündner Kantonspolizei hatte ein Mitglied der Gruppe Freitagmittag Alarm geschlagen, worauf die Suche nach den fünf ganz oder teilweise Verschütteten aufgenommen wurde. Ein deutscher Staatsbürger konnte aber nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Tödliches Unlgück in Tirol Auch in Tirol kam es am Freitag zu einem tödlichen Lawinenunglück. Der Mann wurde Freitagvormittag im Zuge einer Suchaktion im freien Skiraum etwas abseits der gesicherten Piste von Rettungskräften tot aus den Schneemassen geborgen, sagte eine Polizeisprecherin zur APA. Das Schneebrett war bereits Donnerstagvormittag offenbar unbemerkt abgegangen. Der Unterkunftgeber des Verunglückten meldete ihn Freitagfrüh als vermisst und die Suche wurde gestartet. In der Unterkunft wurde man stutzig, nachdem sich die Skier des Gastes nicht im Skiraum befunden hatten. Sein Handy lag jedoch im Zimmer. Die Polizei suchte daraufhin in Krankenhäusern und bei Ärzten, allerdings fehlte von dem Mann zunächst jede Spur. Schließlich fanden die Beamten heraus, dass der Gesuchte Donnerstagvormittag um kurz vor 10.00 Uhr zuletzt das Drehkreuz der Pardatschgratbahn passiert hatte. Am Vormittag wurde dann das 60 Meter breite und 90 Meter lange Schneebrett mit einer Anrisshöhe von 20 bis 60 Zentimetern von der Pistenrettung Silvretta bemerkt. Was folgte, war eine großangelegte Suchaktion unter Beteiligung der Alpinpolizei, mehrerer Bergrettungen und einer Hundestaffel. Dann wurde ein aus den Schneemassen ragender Skistock gefunden. Dies führte letztlich zu Ortung und Bergung der Leiche aus einer Tiefe von etwas über einem Meter. Der Mann hatte keine Lawinenausrüstung bei sich. Die genaue Identität des Skifahrers wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Lawinenwarnstufe drei im Paznauntal Die Lawinengefahr war am Freitag im betroffenen Paznauntal "erheblich". Ab einer Seehöhe von 2.000 Metern herrschte Lawinenwarnstufe 3 auf der fünfteiligen Skala. "Lawinen können verbreitet leicht ausgelöst werden", hieß es von den Experten. Oft überschneite Gefahrenstellen seien auch für Geübte kaum zu erkennen.