Der Afrika Cup hat sein Traumfinale. Mit dem Weltranglisten-Elften Marokko und Senegal (19.) treffen am Sonntag in Rabat die zwei auf dem Papier stärksten Mannschaften des Kontinents aufeinander (20 Uhr/live auf Puls 4). Die Marokkaner bauen auf den Heimvorteil, die Senegalesen auf ihren Superstar, den Ex-Salzburger Sadio Mane. Was man vor dem großen Finale wissen muss: Marokko: 50 Jahre des Wartens sind genug Marokko hat den Afrika Cup bislang ein Mal gewonnen. Das war 1976, damals waren nur acht Nationen dabei. Jetzt, 50 Jahre später sehnen die Löwen des Atlas, wie die Nationalmannschaft genannt wird, im eigenen Land das Ende der langen Durststrecke herbei. Die Mannschaft ist bereit. Sechs Mal war Marokko bei einer Weltmeisterschaft am Start, das beste Abschneiden gab es 2022, als man sensationell Vierter wurde. Die Protagonisten von damals sind noch immer dabei – und vielleicht noch besser. PSG-Star Achraf Hakimi, Real-Stürmer Brahim Diaz und Elfmeter-Held Bono sollen Marokko zum zweiten Titel führen. Trainer Walid Regragui, ein gebürtiger Franzose, stellte klar: „Es ist ein Finale der beiden besten Mannschaften Afrikas der letzten drei Jahre.“ REUTERS / Siphiwe Sibeko Senegal: Die letzte Show des Ex-Salzburgers Mane Ebenfalls einen Afrika-Cup-Titel hat Senegal bislang geholt. Der liegt allerdings nicht so weit zurück, er gelang 2022. Die Löwen der Teranga waren bislang drei Mal bei einer WM-Endrunde dabei. Für internationales Aufsehen sorgten sie gleich bei der ersten Teilnahme 2002. Nachdem man das Eröffnungsspiel gegen Frankreich sensationell gewonnen hatte, kämpfte man sich bis ins Viertelfinale, wo gegen die Türkei per Golden Goal das Aus kam. Im Finale müssen die Senegalesen Kapitän Kalidou Koulibaly sowie Habib Diarra wegen Sperren vorgeben. Die Hoffnungen ruhen auf Mane. Der 33-jährige Nationalheld seines Landes ist quasi der Talisman seiner Mannschaft. Im Halbfinale gegen Mohamed Salahs Ägypter schoss Mane das Goldtor – und verkündete danach, dass im Finale sein letzter Auftritt beim Afrika-Cup ansteht. „Ich hoffe, dass wir die Trophäe nach Dakar bringen“, meinte der Klubkollege von Cristiano Ronaldo bei Al-Nassr.“ Der Ex-Salzburger weiß: „Ein Finale ist dazu da, gewonnen zu werden.“ ÖFB-Gegner Algerien als schlechter Verlierer Auch bei diesem Afrika Cup sorgten Undiszipliniertheiten wieder für Aufregung. Kameruns Verbandschef Samuel Eto'o wurde noch während des Turniers gesperrt, Algeriens Team verfolgte den Schiedsrichter nach dem Viertelfinal-Aus gegen Nigeria bis in die Kabine.