In Neukirchen am Wald (Bez. Grieskirchen) ist er geboren, hier hat er sich auch bestatten lassen. Josef Ratzenböck , Landeshauptmann von 1977 bis 1995, 96-jährig am 23. Dezember verstorben, ist in seinen Heimatort zurückgekehrt. „Ich habe eine sehr enge Verbindung, weil ich hier geboren und aufgewachsen bin und meine Familie seit Jahrhunderten in diesem Gebiet siedelt“, sagte er im Buch „Mein Leben für Oberösterreich“. APA/HELMUT FOHRINGER Josef Ratzenböck, 1929-2025 Seit 1789 ist das Haus in Pühret 8 das Stammhaus der Ratzenböcke. „Spielmann“ ist der Hausname, weil alle Ratzenböcke musiziert haben. „Mein Großvater Josef Ratzenböck hat 1877 die Musikkapelle Neukirchen gegründet“, erzählte der ehemalige Landeshauptmann mit einem gewissen Stolz. „Er hat auch eine Gruppe von Landlergeigern ins Leben gerufen, die auf den Bällen der Oberösterreicher in Wien aufgespielt haben.“ Die Gründung des weltweit einzigartigen Landesmusikschulwerks mit seinen 2.000 Lehrern und 50.000 Schülern ist eine Frucht der Ratzenböck’schen Musikalität. Auch Ratzenböcks Frau Anneliese (91) stammt aus Neukirchen. Die beiden haben am 29. Dezember 1954 geheiratet, sie haben die Sommer in ihrem vergrößerten Gartenhaus in Neukirchen verbracht. Der Teich und die Grundstücke, die Ratzenböck von seinen Eltern, dem Bauern- und Gastwirteehepaar Amalia und Josef Ratzenböck (Hochzeit am 16. 2. 1926) geerbt hat, hat der 70-jährige Sohn und ehemalige Direktor des Europagymnasiums Baumgartenberg Josef „Pepi“ Ratzenböck übernommen.