Im Führerstand von Giganten aus Stahl und Blech mit bis zu 10.000 PS durch die Landschaft zu rauschen gilt schlechthin als klassischer Traumjob. Wie in allen Betätigungsfeldern der ÖBB läuft die Rekrutierung von Lokführern in einer Dauerschleife. Bei speziellen Karrieretagen gibt der Bahnkonzern tiefe Einblicke ins Berufsleben der gesuchten Triebfahrzeugführer und -führerinnen. Gut möglich, dass beim anstehenden Karrieretag am kommenden Samstag in den Betriebshallen der ÖBB (Anmeldung: karriere.oebb.at ) beim Bahnhof Amstetten auch der junge Lokführer Manuel den Interessierten Rede und Antwort steht. "Beruf passt gut zu mir" Weil er – wie das öfters bei der Bahn vorkommt – als Triebwagenpilot dem Beruf seines Vaters Raimund nachgefolgt ist, wird der junge Mostviertler von den ÖBB auch als eine Art Testimonial für die Veranstaltung präsentiert. Neben seinem Job im Führerstand ist Manuel auch Fahrtrainer für Nachwuchskräfte . Seit 2021 fährt er, nach dem Abschluss der Ausbildung, Züge. Das väterliche Vorbild und die Überzeugung, "dass der Beruf wirklich gut zu mir passt", habe ihn dazu gebracht, Lokomotiven zu pilotieren, so Manuel. Das Fahren fasziniere ihn sehr, doch auch die flexiblen Dienstzeiten hätten Vorteile, sagt Manuel. "Ich baue mit meiner Frau unser Haus um – da lässt sich der Job ideal mit dem Privatleben verbinden. Das wäre in vielen anderen Berufen nicht möglich", schildert er. Der Vater ist auch Lokführer Die Begeisterung für die Eisenbahn ist von Vater Raimund auf den Sohn übergesprungen. Der hat die Lokführerausbildung 2003 abgeschlossen. Der Beruf habe ihn seit der Kindheit fasziniert, da der Onkel jahrzehntelang Lokführer war, erzählt er. Dass sich der Sohn so wohl fühle, "ist für mich das Schönste", so Raimund. Er selbst ist auch Beispiel für die Entwicklungschancen in der ÖBB-Berufswelt. Aufgrund seiner Erfahrung arbeitet er nun als Grundschichtplaner. Bei den ÖBB ist der Personalbedarf ein Topthema: Aufgrund des Abgangs der Babyboomer-Generation in die Pension werden in den nächsten zwei Jahren jährlich an die 4.000 neue Mitarbeiter gesucht.