Bei der Präsidentschaftswahl in Portugal hat sich Sonntag Abend eine Stichwahl zwischen dem Sozialisten António José Seguro und dem Ultrarechten André Ventura abgezeichnet. Laut Exit Polls bekam Seguro in der ersten Wahlrunde 30 bis 35 Prozent der Stimmen. Der Chef der rechtsextremen Chega-Partei, der als Favorit ins Rennen gegangen war, lag mit 19,9 bis 24,1 Prozent auf dem zweiten Platz. Wer Staatsoberhaupt wird, entscheidet sich damit in einer Stichwahl am 8. Februar. Chancen auf den zweiten Wahlgang waren unter anderem auch dem liberalen Europaabgeordneten João Cotrim Figueiredo eingeräumt worden. Elf Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Für die Stichwahl werden Ventura laut Umfragen aber kaum realistische Chancen eingeräumt, weil ihm demnach rund 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler kritisch gegenüberstehen.