NÖ investiert heuer 130 Millionen Euro in 480 Straßenbauprojekte

Mit demselben Budgetansatz wie 2025, nämlich 130 Millionen Euro , werden heuer in Niederösterreich 480 größere und kleine Straßenbauprojekte umgesetzt. "Mobilität ist keine Glaubensfrage, sondern ein Standortfaktor und die Grundlage dafür, dass Leistung erbracht wird und Lebensqualität gesichert ist“, sagte Verkehrslandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) bei der Präsentation des NÖ Straßenbauprogramms in der Straßenmeisterei Pottenbrunn bei St. Pölten. Symbolische Geste Den Präsentationsort wählte er als symbolische Geste aus. Die Mitarbeiter der Meisterei hätten bei der 4,1 Millionen Euro teuren Wiederinstandsetzung der regionalen Verkehrsverbindung Goassteig zwischen Viehofen und Radlbrunn herausragende Arbeit geleistet, so Landbauer. Eine Hangrutschung beim Starkregen im September 2024 hatte die Verbindung schwer beschädigt. Im St. Pöltner Wahlkampf hätten "ortsansässige Politiker“ behauptet, die Sanierung sei zu langsam erfolgt, was er nicht akzeptiere, so Landbauer. NLK Gerhard Pfeffer Straßenbaudirektor Decker und LH-Stellvertreter Landbauer mit Mitarbeitern der Straßenmeisterei Pottenbrunn. Die massiven Hochwasserschäden aus 2024 seien 2025 zu 98 Prozent abgearbeitet worden, insgesamt wurden 377 Baulose mit Kosten von rund 26 Millionen Euro umgesetzt, bilanzierten Landbauer und NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker . 2026 folgen noch 14 Abschlussbaulose mit einem Aufwand von 1,7 Millionen Euro . Der Wiederaufbau sei vom Straßendienst neben dem normalen Betrieb und dem regulären Straßenbauprogramm durchgezogen worden, lobte der LH-Vize. Im heurigen Bauprogramm sind 500 Straßenkilometer mit 480 Sanierungs-, Erneuerungs- oder Neubauprojekten in 300 Gemeinden geplant. Im ländlichen Raum seien die Landstraßen Lebensadern und auch Wegbereiter für Rettung, Feuerwehr und Katastrophenschutz, Investitionen gingen hier direkt in Sicherheit und Lebensqualität, so Landbauer weiters. Schwerpunkte Einer der Schwerpunkte im NÖ-Straßenbauprogramm gilt der Entlastung von Ortsdurchfahrten. Als Beispiel wurde der Ringschluss Wiener Neustadt genannt. 42,9 Millionen Euro werden verbaut, die Verkehrsfreigabe ist Ende 2027 geplant. Die Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen im Waldviertel ist ein weiteres Großprojekt. Der nördliche Abschnitt der B36-Umfahrung wurde im Sommer 2024 eröffnet, nun folgt der südliche Teil mit sechs Brückenbauten. Die Gesamtverkehrsfreigabe ist für Herbst 2027 geplant. "Diese Projekte entlasten unsere Familien vor Ort, erhöhen die Verkehrssicherheit und stärken ganze Regionen“, so Landbauer. Er wies auch darauf hin, dass Straßenprojekte auch ein starker Konjunkturfaktor für NÖ seien. 2025 wurden Leistungen in der Höhe von 150,6 Millionen Euro vergeben, 33 Prozent davon an 1.207 kleine und mittlere Betriebe. Insgesamt umfasste das vorjährige Bauprogramm 560 Straßenbaulose . Aufträge Sie bescherten 1.230 Unternehmen Aufträge. Landbauer: „Damit sichern wir Arbeitsplätze.“ Mit Blickpunkt auf die Marchfeld-Schnellstraße oder die neue Mauthausner Donaubrücke übte Landbauer wieder Kritik an zu langen Genehmigungsverfahren. Straßenbaudirektor Decker nannte den aktuellen Winterdienst als Herausforderung, viele Splittstrecken wurden auf Salzstreustrecken umgestellt – die Lager seien noch halb voll, weshalb man weiter gut gerüstet sei. Herausfordernd könnte die Lage im Frühjahr aufgrund von Frostschäden auf Straßen werden.