Gute Dinge kommen zurück – nur anders. Das gilt für die Mode, die sich regelmäßig rückbesinnt und die 60er-, 70er- oder sogar 80er-Jahre wieder zum Trend macht. Oder für den Plattenspieler , der in Hochglanz und technisch raffinierter Form wieder da ist. Es gilt für den Renault 5 oder den VW Bulli (jetzt natürlich vollelektrisch), für Rollschuhe, riesige Kopfhörer, dicke Brillen, Rubik’s Würfel oder die Sofortbildkamera. Wobei klar zu sehen ist: die Uridee bleibt, aber die Produkte werden stark verbessert – in den Materialien, der Technik, der Qualität. Und so kommen sie dann doch anders als früher daher, zeitgemäß und modern, technisch auf dem Stand der heutigen Dinge. Ähnliches gilt fürs Kino , für Tanzabende und Bälle, fürs Tagebuchschreiben oder Häkeln: Es ist die Flucht aus dem Digitalen, aus dem Anonymen, weg von individuellen LED-Screens hin zu einer Offline-Welt, in der man die Menschen (und sich selbst) wieder spürt. Es ist also kein Zufall, dass gerade die tot geglaubten Kinos sich so gut erfangen. Die alten Lichtspielhäuser konnten sich mit Events , Themenabenden, Spezialabos und Kultfilmen neu positionieren, haben mit Strickenden und Krimifans und Hundemenschen neue Besuchergruppen erschlossen. Man sieht: Transformation gelingt, wenn das gute Alte mit dem modernen Neuen aufgeladen wird.