Causa Heumarkt: Neue Strategie sorgt für Kritik der Opposition

Die Stadt Wien fährt offenbar einen neuen Kurs gegenüber der UNESCO in der Causa Heumarkt-Projekt: Anders als in den Jahren davor, als man mit klaren Zugeständnissen der roten Liste des gefährdeten Weltkulturerbes entkommen wollte, pocht man nun auf die bereits „unternommenen Optimierungsschritte“ und ist offenbar nicht mehr bereit, von der 50 Meter hohen Turmvariante am Heumarkt abzurücken. Der KURIER-Bericht über den druckfrischen „State of Conservation Report“ (Jahresbericht an die UNESCO), in dem der Strategiewechsel formuliert wurde, sorgte am Samstag in der Rathaus-Opposition für heftige Kritik: „Es ist völlig unverständlich, dass Bürgermeister Ludwig keinen klaren Schnitt macht. Statt ein Machtwort zu sprechen, geht er offenbar lieber vor millionenschweren Immobilien-Investoren in die Knie“, meint Wiens FPÖ-Planungssprecher Toni Mahdalik . Wiens ÖVP-Chef Markus Figl schlussfolgert gar, dass sich die SPÖ damit „gedanklich schon vom Weltkulturerbe verabschiedet hat“. Das sei ein „beispielloses planungspolitisches Versagen der Stadtregierung“. Figl fordert eine „unverzügliche Kurskorrektur“ zum Schutz des Welterbes. COM