Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ist beim Kongress der regierenden Arbeiterpartei wie erwartet erneut in seinem Amt als Generalsekretär bestätigt worden. "Er ist die einzige Persönlichkeit, die die Stärke und Unbesiegbarkeit unseres großen Staates (...) repräsentieren kann", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA aus dem Kongressbeschluss. Auch die "sprunghafte Steigerung" der nuklearen Abschreckungskraft des Landes unter seiner Führung wurde lobend hervorgehoben. Ob es bei der Abstimmung Enthaltungen oder Gegenstimmen gab, war nicht bekannt. Der am Donnerstag vergangener Woche eröffnete Parteikongress ist formell das höchste politische Entscheidungsorgan in Nordkorea und findet traditionell alle fünf Jahre statt. Nordkoreas Staatsmedien zufolge nahmen rund 5.000 Parteikader an der Tagung teil. Bisher veröffentlichten staatliche Medien nur wenig Informationen darüber, welcher zukünftige Kurs für das Land beim Parteikongress beschlossen wurde. Beobachter erwarten, dass Kim mögliche Hinweise zum Ausbau seines Atomwaffenprogramms geben könnte. Ebenso von Bedeutung ist, ob der Parteivorsitzende Dialogbereitschaft gegenüber US-Präsident Donald Trump sowie dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung signalisiert.