Studie bestätigt: Warum Partys das Leben massiv verlängern können

Kann gemeinsames Feiern tatsächlich zur Langlebigkeit beitragen? Der US-Forscher Dan Buettner , bekannt für seine Untersuchungen zu außergewöhnlich langlebigen Bevölkerungsgruppen, sorgt nun mit einer überraschenden These im Rahmen der sogenannten Longevity-Forschung für Aufmerksamkeit. Party neu interpretiert Traditionell wird Feiern oft mit übermäßigem Alkoholgenuss, Schlafmangel und ungesundem Verhalten in Verbindung gebracht. Doch Dan Buettner definierte Partying "neu", indem er den Begriff der Blue Zones einführte . Gemeinsam mit Forschern und unterstützt von National Geographic identifizierte er Regionen, in denen besonders viele Menschen über 100 Jahre alt werden. Die klassischen Blue Zones umfassen unter anderem Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Nicoya (Costa Rica) und Ikaria (Griechenland). So beschrieb Buettner in seiner neuesten Publikation etwa lokale Feste in Ikaria , bei denen Menschen tanzen, singen und sich über Stunden bewegen. Und genau jener Mix aus körperlicher Aktivität, sozialer Nähe und kulturellem Sinn dürfte der Schlüssel für eine "Party-Langlebigkeit" sein. Buettner selbst hebt hervor, dass diese Art von Feiern in allen Blue Zones gleichermaßen zu einer hohen Lebensqualität beitragen. Feiern: Diese Faktoren müssen enthalten sein intensive, aber freudvolle Bewegung generationenübergreifende soziale Interaktion ein Gefühl gemeinsamer Identität häufig auch einen wohltätigen Zweck Welche Gebiete gehörten noch zu den "Blue Zones"? Grundsätzlich wurden fünf Regionen wissenschaftlich untersuchte Blue Zones definiert. Hierzu gehören: Ikaria (Griechenland): Auffällig niedrige Raten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Mediterrane Ernährung und regelmäßige Dorffeste sollen dazu beitragen. Sardinien (Italien): Hier lebt eine der weltweit höchsten Dichten männlicher Hundertjähriger. Charakteristisch sind bergige Alltagsbewegung und klare familiäre Strukturen. Okinawa (Japan): Traditionell pflanzenbasierte Ernährung, starke soziale Netzwerke ("Moai") und ein klares Lebenskonzept ("Ikigai") tragen zum hohen Altern bei. Nicoya (Costa Rica): Bohnen, Mais, Kürbis, harte körperliche Arbeit bis ins hohe Alter und ein starkes Familiennetz sollen hier der Schlüssel für Langlebigkeit sein. Loma Linda (USA): Hier lebt eine große Gemeinschaft der Seventh-day Adventist Church . Viele Mitglieder folgen einer überwiegend vegetarischen Ernährung, verzichten auf Alkohol und Tabak und pflegen einen strukturierten, gemeinschaftsorientierten Lebensstil. Später hat das Blue-Zones-Projekt auch sogenannte " Blue Zones Projects" in Städten initiiert (z. B. in Teilen der USA), um bestimmte Lebensprinzipien zu übertragen. Diese gelten jedoch nicht als natürliche Blue Zones im ursprünglichen Forschungsverständnis. Was sagt die Wissenschaft zu sozialer Verbundenheit? Unabhängig von Buettners Beobachtungen gibt es solide wissenschaftliche Hinweise darauf, dass soziale Integration ein entscheidender Gesundheitsfaktor ist. Eine viel zitierte Meta-Analyse von Julianne Holt-Lunstad et al. (2010) zeigte, dass starke soziale Beziehungen mit einer um etwa 50 % erhöhten Überlebenswahrscheinlichkeit verbunden sind. Auch eine weitere Studie desselben Forschungsteams (2015) kam zu dem Ergebnis, dass Einsamkeit und soziale Isolation das Mortalitätsrisiko deutlich erhöhen. Neurowissenschaftliche Untersuchungen legen zudem nahe, dass soziale Interaktion neuronale Netzwerke stärkt und das Risiko kognitiver Beeinträchtigungen im Alter senken kann. Kritik an den Blue Zones Wichtig ist jedoch: Nicht alle Aspekte der Blue-Zones-Forschung sind unumstritten. Einige Wissenschaftler hinterfragen die Genauigkeit historischer Altersregister oder bemängeln methodische Grenzen bei der Datenerhebung. Die Grundaussage, dass soziale Einbindung, Bewegung und Lebenssinn mit besserer Gesundheit korrelieren, wird jedoch durch zahlreiche unabhängige Studien gestützt.