Wegen Mobbings: Netz weint um japanischen Babyaffen Punch

Mehr als hundert Besucher versammelten sich am 20. Februar am Affengehege des Ichikawa-Zoos nahe der Hauptstadt Tokio, um das sechs Monate alte Makakenbaby Punch (auf Japanisch: Punch-kun) zu sehen. Der kleine Affe wurde zur Internet-Berühmtheit, nachdem Bilder von ihm viral gingen, auf denen er einen Plüschaffen als Mutterersatz mit sich herumschleppt. Punch nach Geburt von Mutter verstoßen Makakenbabys klammern sich an ihre Mütter, um sich sicher zu fühlen und ihre Muskeln aufzubauen. Medienberichten zufolge zeigte Punchs Mutter nach dessen Geburt im Juli 2025 jedoch keinerlei Interesse an ihrem Jungen. Der Zoo von Ichikawa suchte daher nach einer Alternative, an der sich der kleine Makake festklammern kann – und bot Punch ein Orang-Utan-Kuscheltier an. "Er konnte es leicht greifen", sagte ein Tierpfleger dem Sender Fuji TV. "Vielleicht hat ihm auch gefallen, dass es wie ein Affe aussieht." Babyaffe Punch wurde gemobbt Das Drama um Punch löste im Internet Mitgefühl aus und brachte ihm eine treue Fangemeinde ein, die unter dem Hashtag #HangInTherePunch (etwa: Lass dich nicht unterkriegen, Punch!) regelmäßig Updates über den Affen postet. Aufnahmen der Affen, die den kleinen Primaten am Boden schleiften, sorgten dennoch für Empörung. Unzählige User und Userinnen im Netz zeigten sich von dem Mobbing im Affengehege betroffen. Inzwischen macht das verstoßene Affenkind Fortschritte: Nach Angaben seiner Tierpfleger integriert Punch sich allmählich in die Makaken-Herde des Zoos, indem er "andere spielerisch stupst und dafür gescholten wird" . In neuen Aufnahmen sieht man, dass Punch mittlerweile immer häufiger ohne sein Stofftier unterwegs ist. Er sitzt mit seinen Artgenossen in der Gruppe und bekommt sogar manchmal eine Umarmung . Das Netz weint um Baby Punch Auf Instagram hat der neue Zooliebling sogar einen eigenen Instagram-Account , dem bereits mehr als 113.000 Menschen folgen. Vor allem Videos, in denen Punch auf einen bestimmten Tierpfleger im Zoo zuläuft und auf ihn hinaufklettert, hat das Herz mehrerer Fans erwärmt. Die Reaktionen im Netz sind meist überaus emotional: " Ich sitze hier um 6 Uhr morgens und weine wegen einem Affen in Japan " "Ich möchte ihn nur lieben und trösten." "Hör auf, ihm zu erlauben, gemobbt zu werden, verdammt nochmal." "Das erinnert mich daran, wie Menschen manchmal einsam sind und das Gefühl haben, dass wir die Einzigen auf der Welt sind, wenn die Menschen um uns herum gemein zu uns sind."