Welche drei Anfänger-Fehler sollte man beim Kauf eines Elektroautos nicht machen?

E-Autos sind zwar nichts per se Neues mehr, aber: Wenn das treibstoffangetriebene Auto das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, stehen viele vor der Entscheidung, erstmals auf ein Elektroauto umzusteigen. Dabei tauchen viele Fragen - ideologische und praktische - auf. Pragmatisch zu überlegen hilft. Welche Fehler man vor der Anschaffung eines E-Autos laut TCS wirklich nicht mehr machen sollte. 1. Reichweitenbedürfnis falsch einschätzen Weit verbreite nocht immer: Die Angst vor dem Laden. Wo, wann, wie? Es ist wichtig, den Bedarf richtig einzuschätzen . Dafür helfen ein paar Faustregeln. Im Alltag ist es komfortabel, wenn man genügend Reichweite für zwei bis vier Tage hat. Für Langstreckenreisen ist ein guter Mix aus Reichweite, Energieeffizienz und Ladeleistung am Schnelllader (z.B. über 150kW) wichtiger als die blosse Akkugrösse. Für Ferienreisen im Winter sollte die Norm-Reichweite (WLPT) etwa der doppelten Distanz bis zur ersten Pause entsprechen. Diese findet oft nach etwa zwei Stunden statt. Bei gebrauchte E-Autos zieht man den Zertifikatwert (z.B. 90%) in Betracht, so hat ein 5-jähriges Auto mit WLTP 500 Kilometern gegebenenfalls also noch eine Reichweite von 450 Kilometern. Sich also gut zu überlegen, wieviel und wohin man sein Auto wirklich fährt, hilft.  Am besten fährt man, wenn man die eigenen Bedürfnisse realistisch einschätzt. 2. Lademöglichkeiten nicht abklären Was, wenn man denn Parkplatz nicht vor der Haustüre hat? Denn ja, am bequemsten und kostengünstigsten ist das Laden zu Hause. Für Hausbesitzer ist die Installation meist auch unkompliziert. Mieterinnen, Mieter und Wohnungseigentümer haben es schwerer, brauchen die Zustimmung des Vermieters bzw. der Eigentümerversammlung. Dennoch sollte das kein Grund sein, E-Autos ganz außer Acht zu lassen. Alternativ sollte man sich in der Umgebung Möglichkeiten für langsames und schnelles Aufladen abklären. Etwa im nahgelegenen Einkaufszentrum oder auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe der Wohnung. Wichtig dabei: Das Budget solte anhand der angebotenen kWh-Preise berechnet werden. 3. Gebrauchte und neue Marken links liegen lassen Auch wenn noch immer viele Unsicherheiten bestehen: Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es für Elektroautos mittlerweile attraktive Angebote mit fairen Preisen. Der Wiederverkaufswert entwickelt sich bei Elektroautos übrigens ähnlich wie bei konventionellen: in den ersten vier Jahren ist der Wertverlust am intensivsten, danach nimmt er ab. Bei der Wahl der Marke gilt: Die Auswahl an Marken und Modellen ist heute bei Elektrischen gleich groß wie bei konventionellen Autos. Auch von neuen Namen am Markt sollte man sich nicht abschrecken lassen. Sauberes Vergleichen hilft.