Am Dienstag wurde das offiziell, was sich seit vielen Monaten angekündigt hat: Austria Klagenfurt ist insolvent , findet auch keine Argumente mehr gegen den Konkurs und muss damit laut Bundesliga-Bestimmungen am Saisonende absteigen . Die Austria will die Saison zu Ende spielen, laut Bundesliga hat der Insolvenzbeauftragte "für die kommenden Wochen" grünes Licht gegeben. Ob das Geld tatsächlich bis Juni reicht, ist offen. Derzeit sind die Kärntner mit dem viel zu großen EM-Stadion am Wörthersee auf Rang 11 der 2. Liga . Da bereits Stripfing im Herbst den Spielbetrieb eingestellt hat, sind zwei Vereine aus der 16er-Liga fix weg. Das bedeutet, dass aus drei sportlichen Absteigern einer wird – wenn überhaupt. Blick aufs Tabellenende Denn es könnte auch passieren, dass nicht aus jeder der drei Regionalligen ein Team aufsteigen will bzw. darf. In diesem Fall würde es nur zwei Aufsteiger geben und auch das sportlich schwächste Team, das in dieser Krisensaison durchhält, dürfte die Spielklasse halten. Aktuell würde das Bregenz betreffen. Die Heraf-Truppe musste drei Minuspunkte (wegen Lizenzverstößen) aufholen und hält bei zehn Zählern. Einen Punkt mehr hat das an sich sportlich schwächste Team, Sturm II. Wie sieht es in den Regionalligen aus? Im Westen steht Wacker Innsbruck vor dem Durchmarsch . Die wiedererstarkten Tiroler halten bei acht Punkten Vorsprung auf Seekirchen und werden auch die Lizenzauflagen erfüllen. Beim Frühjahrsstart am 14. März kommt es zum Schlager Zweiter gegen Erster. In der Mitteliga soll bereits am Freitag wieder gekickt werden. Auch hier sieht es nach einem klaren Meisterrennen aus: Voitsberg führt mit sieben Punkten Vorsprung auf die LASK Amateure und Kalsdorf. Die Steirer, die im Sommer die Austria aus dem Cup geworfen haben, können bereits am Samstag im Heimspiel gegen Kalsdorf endgültig die Weichen zur Rückkehr in die 2. Liga stellen. Späte Entscheidung im Osten Heikel wird es in der Ostliga , wo der Frühjahrsstart dem Wintereinbruch am vergangenen Wochenende zum Opfer fiel. Lediglich auf dem Kunstrasen der Wiener Viktoria konnte gespielt werden und Leobendorf präsentierte sich mit einem 5:0-Sieg als kommender Meister. Bereits sieben Punkte liegen die Niederösterreicher vor Gloggnitz. Doch weder die Leobendorfer, noch Gloggnitz oder der Tabellendritte Traiskirchen wollen sich die Mühen der 2. Liga antun. Da aber nur der Meister oder sein Vize rauf dürfen , wird es spannend bleiben. Oberwart (Platz 4) und Horn (Rang 7) sind die beiden verbliebenen Kandidaten. Sollten beide außerhalb der Top-2 der Tabelle landen, gibt es insgesamt nur zwei Regionalliga-Aufsteiger. Und in der 2. Liga keinen einzigen sportlichen Absteiger. Dass es so nicht weitergehen kann, ist sowohl dem ÖFB wie auch der Bundesliga klar. Klare Lösungsvorschläge zur anhaltenden Krise der 2. Liga gibt es aber noch nicht.