Bittere Millionenpleite eines Fruchtverarbeiters in St. Pölten

Auf die Produktion von feinen  Fruchterzeugnissen und Marmeladen spezialisiert,  musste die St. Pöltner Aprosell Frucht GmbH am heutigen Dienstag einen bitteren Gerichtsgang antreten. Über das Vermögen der des Betriebes aufgrund eines Eigenantrages ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten eröffnet. berichtete Venka Stojnic vom Österreichischen Verband Creditreform. Das Unternehmen wurde 2019 am Standort St. Pölten mit einer modernen Produktionsstätte für hochwertige Fruchterzeugnisse zu betreiben. Das Geschäftsmodell fokussierte sich auf die Herstellung von Eigenmarken für den Lebensmitteleinzelhandel sowie auf die Belieferung von Industriekunden. Als Insolvenzursache wurden mehrere Gründe angegeben. Laut Eigenantrag führten Forderungsausfälle im Großkundengeschäft , die Beendigung der Fremdfinanzierung und enorme Personalkosten in Summe zu der Insolvenz. Laut dem Eigenantrag bestehen Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 7,59 Millionen Euro . Das Unternehmen beschäftigt derzeit vier Dienstnehmer. Über die Anzahl der Gläubiger gab es vorerst keine Angaben. Das Unternehmen bietet den Gläubigern eine 30-prozentige Sanierungsplanquote , zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme an. Die Sanierung soll durch den Einstieg eines Investors erfolgen, wobei es diesbezüglich bereits Interessenten gibt. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt, Anton Hintermeier bestellt.