Auch wenn faltbare Displays und vernetzte Brillen als großer Hype der Stunde angepriesen werden, sind „gewöhnliche“ Smartphones immer noch das, was die meisten Kundinnen und Kunden nutzen und kaufen. Und deshalb widmet Samsung nach wie vor der neuesten Generation seiner Handy-Spitzenklasse eine eigene Veranstaltung. Das „ Unpacked“-Event für das neue „Galaxy S26“ fand nicht etwa im Heimatland des koreanischen Unternehmens statt, sondern in der US-Tech-Metropole San Francisco am Rande des Silicon Valley – und nahe dem Hauptkonkurrenten Apple. Der KURIER war dabei und konnte die neuen Geräte bereits ausprobieren. Galaxy S26 Ultra Die neue Smartphone-Reihe kommt wie gewohnt in drei Versionen : das Luxusmodell „Galaxy S26 Ultra“ mit 6,9-Zoll-Display sowie die regulären Varianten „S26“ (6,3-Zoll-Display) und „S26+“ (6,7-Zoll-Display). Das Ultra-Modell ist das teuerste (siehe rechts) und die direkte Weiterentwicklung der „Galaxy Note“-Serie, die es in dieser Form heute nicht mehr gibt. Von ihr übrig geblieben ist allerdings der kleine Stift („S Pen“), der beim S26 Ultra wieder mit dabei ist. Das Ultra hat mit 164 x 78 mm imposante Maße : Man braucht schon große Hände, um es sicher zu fassen. Die Verarbeitung ist Samsung-typisch hochwertig. Auch bei der Hardware lässt das Unternehmen nichts anbrennen. Im Inneren befindet sich der Hochleistungschip „Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5“. Insgesamt vier Kameras sollen für ansprechende Fotos sorgen, zusätzlich greift Künstliche Intelligenz dabei unter die Arme. Diese ermöglicht nicht nur Aufnahmen mit besonders gutem Zoom: Sie erlaubt auch Bilder im Nachhinein per Texteingabe zu bearbeiten. Der Akku des Galaxy S26 Ultra ist im Vergleich zu seinen Vorgängern zwar nicht größer, kann aber deutlich schneller geladen werden. Samsung verspricht nach nur 30 Minuten schon wieder einen Akkustand von 80 Prozent, wenn er davor komplett leer war. Privatsphäre Eine bedeutende Neuerung ist das „ Privacy Display “. Per Knopfdruck kann die Sichtbarkeit des Bildschirms aus seitlichen Winkeln eingeschränkt werden, um Blicke von Fremden (zum Beispiel in der U-Bahn oder im Wartezimmer beim Arzt) zu blockieren. Die Funktion kann so konfiguriert werden, dass sie nur in sensiblen Momenten greift, zum Beispiel beim Öffnen bestimmter Apps oder für die Anzeige von Benachrichtigungen. Beim Ausprobieren funktionierte der Sichtschutz gut: Blickt man von der Seite auf das Display, wird es plötzlich so dunkel, dass man nichts mehr erkennen kann. Man sollte es aber nur bei jenen Apps aktivieren, bei denen es Sinn ergibt (zum Beispiel Banking oder private Chats), weil es das Display auch für den Besitzer merklich abdunkelt. Günstiger Während das Ultra-Modell der Star und auch die meistverkaufte Variante der Galaxy-S-Reihe ist, gibt es für alle, die etwas sparen wollen, die günstigeren Varianten. Das Standard-Modell Galaxy S26 ist zudem mit 150 x 72 mm deutlich kompakter. Das Galaxy S26+ ist eine günstigere Version für alle, die gerne ein größeres Display haben. Ganz so riesig wie das Ultra ist auch diese Variante mit 158 x 76 mm allerdings nicht. Im Unterschied zum Ultra muss man bei den anderen Modellen auf den Stift verzichten. Zudem sind die Kameras nicht ganz so leistungsfähig. Merkbar dürfte das in erster Linie dann sein, wenn man Motive stark heranzoomen möchte. Alle neuen Samsung-Handys kommen mit einer Reihe von KI-Funktionen . „Now Nudge“ soll etwa Dinge wie Anruf- und Nachrichtenverlauf analysieren, um automatisch kontextbezogene Antworten vorzuschlagen. Auch Formulare sollen so selbstständig ausgefüllt sowie spezifische Fotos ohne langes Suchen gefunden werden können. Einen etwas ausführlicheren Kurztest gibt es auf der KURIER futurezone: Samsung Galaxy S26 im Kurztest: 3 Dinge, die mir aufgefallen sind